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Shopfloor-Digitalisierung aus Sicht der Werkzeuge

| Autor / Redakteur: Bernhard Valnion / Reinhold Schäfer

Mit einer Werkzeugverwaltungs-Software ist es deutlich einfacher, die Übersicht über die zahlreichen Werkzeuge zu behalten.
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Mit einer Werkzeugverwaltungs-Software ist es deutlich einfacher, die Übersicht über die zahlreichen Werkzeuge zu behalten. (Bild: Coscom)

Ein Lohnfertiger vernetzte in Rekordzeit seine Fertigungs-IT mit einem Werkzeug-Lifecyclemanagement. Dies sicherte ihm in kurzer Zeit Wachstumschancen. Außerdem stieg die Werkzeugverfügbarkeit auf nahezu 100 % und für Wiederholteil-Aufträge gibt es nun eine Knopfdrucklösung.

Anzeichen für das Wachstum eines Fertigungsbetriebs gibt es zuhauf. Etwa beim Werkzeugmanagement: Der Auftragseingang nimmt zu, es müssen mehr Werkzeuge angeschafft und damit eine größere Komplexität beim Umgang mit diesen Betriebsmitteln beherrscht werden. Nehmen wir den Lohnfertiger Armbruster GmbH aus Steinach im Schwarzwald als Beispiel. Armbruster stellt unter anderem chirurgische Instrumentarien und orthopädische Implantate sowie Teile und Komponenten für den Maschinen- und Anlagenbau her.

Der Blick auf den Shopfloor des Unternehmens lässt einem den Atem stocken, denn da findet sich so ziemlich alles, was das Herz eines Produktioners höher schlagen lässt: Insgesamt 25 Maschinen – darunter 3- und 5-Achs-Bearbeitungszentren mit Roboteranlagen, Dreh-Fräszentren mit Haupt- und Gegenspindeln, Draht- und Senkerodiermaschinen, sowie umfangreiche Messtechnik für eine penible Qualitätssicherung verrichten sorgfältig und zuverlässig ihren Dienst. Von den Zertifikaten, die von der Medizintechnik gefordert werden, profitieren auch die Kunden im Maschinen- und Anlagenbau. Deshalb verkündet man auf der eigenen Homepage, dass der Name Armbruster für außergewöhnliche Präzision, Know-how und großen persönlichen Einsatz im Markt hoch geschätzt wird.

Im Fokus stehen komplexe, kundenspezifische Pordukte

Das Unternehmen wird in der zweiten Generation von den Söhnen Tobias und Florian Armbruster geführt. Geschäftsführender Gesellschafter Tobias Armbruster erläutert: „Wir konzentrieren uns auf komplexe, kundenspezifisch zu fertigende Produkte mit großer Prozesstiefe und umfangreicher Prozessabfolge“, wobei „komplex“ auch im Sinne einer engen Abstimmung mit dem Kunden zu verstehen sei. So gebe es oftmals reichlich Gesprächsbedarf im Zielgebiet der Optimierung: bei der Wahl des geeigneten Fertigungsprozesses ebenso wie beim Feinschliff der Geometrie der zu fertigenden Teile.

Armbruster hat sich für die Werkzeug-Verwaltungssoftware Tooldirektor VM (Virtual Machining) der Coscom Computer GmbH aus Ebersberg bei München entschieden. Was waren (und sind) die Motive aus Sicht des Geschäftsführers? „Ziel ist eine verbesserte Organisation unseres wachsenden Werkzeugbestands. Uns war schnell klar geworden, welches Potenzial in dieser Management-Aufgabenstellung steckt, denn damit lässt sich effizient eine komplexe Prozesskette abbilden – vom Werkzeug hin zur Maschine und zurück in den Werkzeugschrank“, bringt es Tobias Armbruster auf den Punkt und fügt hinzu: „Coscom hat uns schließlich bewiesen, wie ganzheitlich dieses Thema verstanden werden sollte und dass es zum Kerngeschäft von Coscom gehört.“

Armbruster sieht in Industrie 4.0 und der Digitalisierung große Chancen, daher sollte nicht der zweite Schritt vor dem ersten gemacht werden. Und ein dezidiertes Tool-Management im Sinne einer vertikalen und horizontalen Integration ist der nächste Schritt in Richtung Industrie 4.0 und Digitalisierung aus Sicht der Werkzeuge. Die bestehende Fertigungs- und IT-Infrastruktur, in die der Tooldirector VM von Coscom eingebettet wurde, umfasst das ERP-System Majesty von UB-Software, X-MSK von XEN Software für die Übertragung von NC-Programmen an Mazak-Maschinen, das CAD/CAM-System Mastercam, über das die CNC-Programme erstellt werden, das Werkzeug-Ausgabesystem GTMS von Gühring sowie Werkzeug-Voreinstellgeräte von Zoller. „Coscom hat sich den Herausforderungen der Prozessanbindung gestellt und unsere Anforderungen vollständig umgesetzt“, resümiert Geschäftsführer Tobias Armbruster zufrieden.

Ziel ist es 100 % Werkzeugverfügbarkeit zu garantieren

Für Aussagen zu Details der Anbindung von Tooldirector VM steht Hubert Griesbaum, Leiter der Zerspanungstechnik bei Armbruster, zur Verfügung: „Unsere Vision war und ist die 100-%-Verfügbarkeit der Werkzeuge, weil ohne die passenden Werkzeuge mit einem Auftrag nicht begonnen werden kann.“ Der Tooldirector VM transformiert die CAD-Daten der Werkzeughersteller in ein allgemeingültiges Verwaltungsformat, den sogenannten Coscom-Datencontainer. Die Coscom-Lösung ist mit ihrer TCI-Technologie (Tool Cooperation Interface) eine universelle Toolmanagement-Datenbank-Plattform für prozessfähige Werkzeugdaten, die einen lückenlosen CAD/CAM-, Voreinstell- und Messprozess ermöglichen. Armbruster verwendet für die NC-Programmierung Mastercam und für das Ausmessen der Werkzeuge Zoller-Messgeräte. Über TCI werden die unterschiedlichen Versionen und Komponenten der Komplettwerkzeuge erzeugt und die entsprechenden Informationen, etwa Hüllgeometrie und Schneidebereiche, übergeben. „So kann ein funktionsfähiges Simulationsergebnis auch für den realen Zerspanungseinsatz sichergestellt werden“, erklärt Griesbaum.

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