Drehwellenhydraulik Sicher bewegen in der Handhabungstechnik

Redakteur: Stefanie Michel

Mit dem Hydraulik-Programm L030 bringt Lupold eine neue Generation von Drehwellen-Hydrauliken auf den Markt, die neue Standards in puncto Sicherheit, Schubkraft und Design setzen soll.

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Wartungsfreier, netzunabhängiger hydraulischer Aktuator in Form der Drehwellen-Kompakthydraulik.
Wartungsfreier, netzunabhängiger hydraulischer Aktuator in Form der Drehwellen-Kompakthydraulik.
(Bild: Andreas Lupold Hydrotechnik)

Durch jahrzehntelange Erfahrung und das spezielle Knowhow der Andreas Lupold Hydrotechnik GmbH im Bereich hydraulischer Einheiten konnte das Familienunternehmen eine neue Generation Drehwellenhydrauliken entwickeln, die den steigenden Ansprüchen des Marktes, insbesondere im Bereich der Medizintechnik, gerecht werden soll.

Die grundsätzliche Zielsetzung zu Beginn der Entwicklung war eine universell einsetzbare, manuell bedienbare Kompakthydraulik, also eine kompakte Einheit von Pumpe, Tank und Zylinder, mit den folgenden Anforderungen:

  • Optimale Gesamtbetriebskosten,
  • wartungsfrei,
  • sehr hohe Lebensdauer,
  • jederzeit verfügbar,
  • netzunabhängig,
  • einfache Montage,
  • beständig gegen Wasser, Reinigung und Desinfektion.

Schubkraft bis 15 kN gefordert

Die Premiumausführung der Drehwellenhydraulik von Lupold musste darüber hinaus die folgenden Vorteile für den Kunden bringen: ein sicheres Gesamtkonzept bis 4-fache Sicherheit, hohe Schubkraft bis 15 kN, eine perfekte Senkregelung, ein hochwertiges Industriedesign und die Möglichkeit zur optimalen Reinigung. Die zu entwickelnde Drehwellenhydraulik sollte aus wirtschaftlichen Gründen für die strategischen Lupold-Geschäftsfelder Health & Beauty (Medizintechnik) sowie Handhabungs- und Holztechnik gleichermaßen geeignet sein. Daher forderte das Lastenheft für die Eigenentwicklung der L030 eine maximale Schubkraft, die etwa 50 % über dem Wettbewerb liegt, sowie einen vor allem für die Medizintechnik relevanten und bisher am Markt vernachlässigten Designanspruch, der sich letztlich sehr deutlich von konkurrierenden Produkten abheben und einen echten Nutzwert darstellen sollte.

Hohe Sicherheit bei Hydraulik in der Medizintechnik

Die 4-fache Sicherheit resultierte aus der Analyse anderer Drehwellenhydrauliken, welche lediglich eine 2-fache Sicherheit darstellen konnten, während in der Medizintechnik immer wieder über eine 4-fache Sicherheit bei Hydrauliken diskutiert wird.

Das Sicherheitskonzept an sich umfasst alle Komponenten von der pumpenseitigen Druckbegrenzung bis hin zum Überströmventil bei vollem Hub und einer optionalen lastseitigen Druckbegrenzung. Diese schützt die Hydraulik bei unsachgemäßer Lastbeaufschlagung vor einem „Platzen“ nach außen.

Langsames Absenken bei hohen Lasten

Die perfekte Senkregelung wiederum ergibt sich aus dem Gedanken, dass kein Bediener zufrieden ist, wenn höhere Lasten schneller absenken oder sich die Senkgeschwindigkeit während des Senkens steigert. Der Abteilung Konstruktion & Entwicklung bei Andreas Lupold Hydrotechnik gelang es nach eigenen Angaben, die Senkregelung so zu konstruieren, dass bei hoher Last die Senkgeschwindigkeit geringer ist als bei niedriger Last und somit die höheren und potenziell gefährlicheren Lasten sicherer, weil langsamer, bewegt werden.

Der Frage nach dem Design wurde auch bei Lupold bislang nicht nachgekommen; zu stark lag der Fokus auf den rein technischen Anforderungen. Betrachtet man jedoch beispielsweise die Masse der manuell-hydraulisch und insbesondere auch der mit elektromechanischen Stellantrieben ausgestatteten Scherenhub- und Parallelogramm-Liegen, so muss auffallen, dass das Design bei diesen frei im Sichtbereich liegenden Aktuatoren zu kurz kommt.

Rückwärtskompatibilität für einen leichten Einstieg in das L030-Programm von Lupold ist problemlos möglich: Wer sein Handlinggerät in Leistung, Sicherheit und Optik aufwerten will, findet in der L030 eine Kompakthydraulik, welche sowohl die Basismaße gängiger Anwendungen beinhaltet als auch die individuelle Anpassung der Kolbenstangenaufnahme, der Grundkörperfixierung und der Bedienhebelanbindung zulässt.

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