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Cyber-Security

Sicherheitskonzept soll Industrie-4.0-Umgebungen besser schützen

| Redakteur: Katharina Bormann

Cyberangriffe auf deutsche Unternehmen gehören mittlerweile zum Alltag. Diese Tatsache ist wohl einer der Gründe, weshalb kleine und mittelständische Unternehmen der Digitalisierung oft eher skeptisch gegenüberstehen. Fraunhofer und RZ-Products haben nun ein ganzheitliches Sicherheitskonzept entwickelt, um vernetzte Produktionsanlagen und Industrie-4.0-Anwendungsfälle besser zu schützen.

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Michael Kavermann, Vertriebsleiter Nord DC-Datacenter-Group, und Sascha Heymann, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer-IOSB-INA, präsentieren das ganzheitliche Sicherheitskonzept.
Michael Kavermann, Vertriebsleiter Nord DC-Datacenter-Group, und Sascha Heymann, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer-IOSB-INA, präsentieren das ganzheitliche Sicherheitskonzept.
(Bild: Fraunhofer-IOSB-INA)

Die Smart-Factory-OWL, eine Kooperation des Fraunhofer-IOSB-INA und der Hochschule Ostwestfalen-Lippe (OWL), dient als Demonstrationsfläche der ganzheitlichen Sicherheitslösung von Fraunhofer und RZ-Products. Ausgangspunkt ist die Zustandsüberwachung (Condition Monitoring) eines Beispielprozesses, in diesem Fall eines Schüttgutsortierers. Mit einem solchen Condition Monitoring lassen sich Unregelmäßigkeiten in der Produktion feststellen. Dem Forschungsteam zufolge können auf diese Weise Energie eingespart und Ausfälle oder Wartungen der Maschine vorhergesagt werden. Die aus der Zustandsüberwachung gewonnenen Daten sammelt und verarbeitet man in einer Cloud oder vor Ort.

Firewall und IT-Safe

Den ersten Teil des ganzheitlichen Sicherheitskonzepts bildet die Lösung für den sicheren Datenzugriff von Fraunhofer Lemgo. Durch eine Firewall mit erweiterter Funktionalität wird das ungeschützte Betriebssystem des Schüttgutsortierers abgeschottet. Die Kommunikation mit dem Sortierer wird auf Zugriffe von identifizierten Gegenstellen beschränkt. So seien keine Zugriffe auf darunterliegende Betriebssysteme möglich, was eine sichere Datenerhebung gewährleiste. Die eigentliche Zustandsüberwachung geschieht dann im DC-IT-Safe. Auf den dortigen Server werden die Daten in verschlüsselter Form übertragen.

Der 1,70 m hohe und rund 1 t schwere Sicherheitssafe DC-IT-Safe Office Edition erweitert das Sicherheitskonzept: Durch ihn wird die IT vor physikalischen Gefahren wie Feuer, Einbruch, Staub, Löschwasser oder Explosionen geschützt. Der Safe verfügt über 21 belegbare Höheneinheiten und eine integrierte, energieeffiziente Klimalösung. Ein Außengerät ist somit nicht notwendig, wie das Fraunhofer-Institut mitteilt.

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