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Die Rundheitsprüfung und -korrektur kann auch in der Maschine vorgenommen werden. Die Messung wird einfach vom Anwender per Steuerungsbefehl angestoßen und dann nach dem Schleifen eines Lagers durchgeführt. Mit einer eigenen Software werden aus den verbleibenden Rundheitsfehlern Korrekturwerte ermittelt. Die nachfolgende Produktion kann so sukzessive optimiert werden.
Eine Vier-Zylinder-Kurbelwelle ist in weniger als zwei Minuten fertig geschliffen
Auf der anderen Seite punktet die Technik mit dem simultanen Einsatz von zwei Schleifscheiben. Der doppelte Werkzeugprozess eröffnet Anwendern je nach Bauteil und Bearbeitungsaufgabe eine Vielzahl von Möglichkeiten. Zwei Hublager oder Haupt- und Hublager werden gleichzeitig bearbeitet. In der Folge sinken die Taktzeiten für ein Bauteil: Eine Vier-Zylinder-Kurbelwelle ist beispielsweise in weniger als zwei Minuten fertig. Die Schleifeinheiten können bei Bedarf sehr eng zusammengefahren werden, sodass ein nebeneinanderliegendes Hub- und Hauptlager simultan bearbeitet werden. Sowohl die Schleifspindeln als auch der Werkstückspindelstock werden per Direktantrieb angetrieben. Das erhöht Genauigkeit und Produktivität zusätzlich.
Zudem ist die Maschine sehr kompakt und flexibel konstruiert. In die Einhausung ist zum Beispiel auch der Schaltschrank integriert. Die Anbindung an eine automatische Beladung ist unproblematisch. Als Kühlschmierstoff können Emulsionen oder Öl zum Einsatz kommen. Emag passt die Maschine genau an die Anforderungen der Kunden an. Natürlich ist dabei die Integration in eine komplexe Fertigungslinie eine wichtige Option. Aber auch eine Stand-Alone-Lösung mit Handbeladung ist denkbar. MM
* Dr. Guido Hegener ist Geschäftsführer der Emag Maschinenfabrik GmbH in 73084 Salach
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