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Cloud Computing Skalierbare Computing-Lösungen für die Fertigungsindustrie

Welche Vorteile skalierbare industrielle Computing-Lösungen für die Fertigungsindustrie bieten, erläuterte Bernd Kremer von der German Edge Cloud auf dem Online-Event IBM Think Virtual.

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Ein Ansatz, den die GEC bietet, ist es, eine Cloud zu verwenden, da dies „das Maß aller Dinge ist“, so Bernd Kremer, Head of Business Unit Oncite Industrial von der German Edge Cloud.
Ein Ansatz, den die GEC bietet, ist es, eine Cloud zu verwenden, da dies „das Maß aller Dinge ist“, so Bernd Kremer, Head of Business Unit Oncite Industrial von der German Edge Cloud.
(Bild: Schäfer)

Mechanische und mechatronische Systeme kommen an die Grenzen. Nur mit Software kann man weiterkommen. Dabei gilt es jedoch die im Unternehmen gewonnen Daten nutzbar zu machen. „Bei uns sind das 18 Tbyte pro Tag, die an einem Tag anfallen und aus denen man einen Mehrwert generieren kann“, erläutert Bernd Kremer, Head of Business Unit Oncite Industrial von der German Edge Cloud. Das Unternehmen gehört zur Loh-Gruppe. Bekanntestes Unternehmen der Gruppe ist die Rittal GmbH & Co. KG, die Schaltschränke herstellt.

Wie sieht das aus, wenn sie heute eine Produktion betreiben? Da haben sie die Lösung nicht nur von einem Hersteller, sie haben dezentrale Systeme. Dementsprechend liefert jeder Anlagenbetreiber und Maschinenbetreiber ein anderes Datensilo. Doch wie kommt man an die unterschiedlichen Datensysteme? Laut Kremer gibt es die Tendenz, dass jeder mit jedem seine Datentöpfe verbindet. Doch Kremer bezweifelt, dass das noch wartbar ist, gerade, wenn man das über mehrere Werke und dann noch weltweit tun möchte. Dann stellt sich die Frage, ob man eine dezentrale oder eine zentrale Datenlösung anstrebt.

Optimierung der Produktion mit IIoT

Ein Ansatz, den die GEC bietet, ist es, eine Cloud zu verwenden, da dies „das Maß aller Dinge ist“, so Kremer. Die anfallenden Daten sollen genutzt werden, um die Produktion zu optimieren, ob das nun in Echtzeit oder im Nachhinein geschieht. „Man benötigt jedoch ein Szenario, was das ganze abbilden kann, ob das nun in der Cloud, der privat Cloud, dem Edge oder auf der Public Cloud geschieht. Und das ist das, wofür wir von der German Edge Cloud stehen“, sagt Kremer.

Modulare Produktion versus Linienfertigung

Dabei gebe es jedoch einige Herausforderungen: Denn die klassischen Produktionskonzepte haben mehrere parallele Linien, mit jeweils optimierter Linie auf eine bestimmte Stückzahl. Doch heute benötigt man sehr flexible Systeme. Beispiel Elektrofahrzeughersteller: Am Anfang werden weniger hergestellt und später mehr. Er fordert ein skalierbares System und da ist ein Linienkonzept nicht geeignet. Hier benötigt man eine modulare Produktion. Treiber seien auch, dass Absatz und Stückzahlen variieren, es kürzere Produktionslebenszeiten gibt und die Technikwechsel Umbauten erfordern. Zudem kommen derzeit unsichere Rahmenbedingungen. „Dazu benötigt man jedoch einen Dirigenten, der das Ganze orchestriert. Und das ist kein Mensch, sondern in der Regel eine Software. Und dies muss die Planungsdaten in Near-Realtime zur Verfügung stellt. Und genau das bieten wir“, sagt Kremer.

Dies könne in der Cloud oder einem Edge-Device betrieben werden.

Ganz gleich, ob man nun die Systemleistung erhöhen, die Anlagenleistung optimieren oder die Produktionsqualität verbessern oder die Anlage ganzheitlich optimieren möchte. GEC habe dafür die entsprechende Lösung, die man auf Edge-Cloud-Strukturen zur Verfügung stelle. Dabei könne man das flexibel in der Edge oder in Edge und Cloud, in der Standort-Cloud sowie ganz in der Cloud betreiben und dort auch Plattformunabhängig. Als Beispiel zeigt Kremer hier die IBM Cloud. Natürlich könne man das auch aufteilen: Zum Beispiel 75 % in der Edge und 25 % in der Cloud. Dabei zeige ein Vergleich von GEC und IBM, dass sich die Strukturen gut ergänzen.

Als Beispiel nennt Kremer das neue Produktionswerk von Rittal in Haiger, dass mit Simulationsmechanismen den Bedarf planen kann und zeitnahe auf Ereignisse reagieren kann. GEC helfen dort bei der Optimierung der Produktion und IBM sei dort ein wichtiger Partner beim Thema Anlagenanbindung. Dort könne man die Mechanismen von GEC sowie die Zusammenarbeit mit dem Partner IBM erproben, was ein großer Vorteil sei.

Das ganze könne man auch als gemanaged Service anbieten. Das Ganze mache man in einem starken Verbund, ob mit IBM Fraunhofer oder mit Gaia X.

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