Pumpen

Smarter Motor und Komponenten senken Pumpenenergiekosten

Seite: 3/3

Anbieter zum Thema

Pumpen entwickeln sich zu mechatronischen Systemen

Ungebrochen im OEM-Geschäft ist der Trend zur Automatisierung. Das Stichwort dazu lautet Mechatronik. Hier verschmelzen Mechanik, Elektronik und Informatik zu einer neuen Einheit. Nachdem moderne Pumpen heute umfänglich mit Steuerungs- und Regelungstechniken ausgerüstet werden (E-Pumpen), bei Bedarf per Bus-Ankopplung eine Verbindung zur zentralen Leitwarte möglich ist und darüber hinaus die im Mikrochip der Steuerung hinterlegte Software sogar noch vor Ort beim Kunden adaptiert werden kann, haben sich Pumpen in der Tat zu einem mechatronischen System entwickelt.

Pumpen mit dem neuen MGE-Motor bieten hier neben bekannten Features auch völlig neue Möglichkeiten: Wie bisher sind MGE-Motoren mit vorprogrammierten Regelungsarten ausgestattet – beispielsweise ist ein Betrieb unter Konstantdruck möglich, ebenso unter Proportionaldruck. Oder die Pumpe hält ein konstantes Niveau oder sichert eine bestimmte Temperatur. Neben den acht unterschiedlichen Regelungsarten kann der Sollwert von anderen Sensorwerten (zum Beispiel Temperatur, Volumenstrom und mehr) beeinflusst werden (Funktion „Sollwertverschiebung“), wodurch die Regelungsflexibilität zusätzlich erhöht wird. Diese vordefinierten Regelungsarten ermöglichen es dem Betreiber, die Pumpe sehr einfach den üblichen Anwendungen anzupassen. Diese bekannten Funktionen wurden nochmals erweitert und können einfach durch die Grundfos Go App über Ihr Smartphone oder Tablet eingestellt werden.

Motor passt sich selbst an die Anlagenverhältnisse an

Neu sind Zusatzfunktionen, wie das Befüllen einer Rohrleitung unter verringerter Förderleistung ohne Gefahr eines schädlichen Druckstoßes, das Abschätzen des Volumenstroms auf der Basis der Drehzahl und des Energieverbrauchs sowie das Abschätzen der spezifisch benötigten Energie in Kilowattstunde pro Kubikmeter auf Basis des Förderstroms. Alle diese Funktionen ermöglichen es dem Motor, sich an die Anlagenverhältnisse anzupassen. Neu ist auch die Mehrpumpen-Funktion, um zwei parallel installierte Pumpen einzeln oder gemeinsam per Funk (Geni-Air) zu koppeln und zu betreiben. Ergebnis: Die neuen Funktionen optimieren nicht allein das Pumpensystem, sondern die komplette Installation, was dem Betreiber überlegene Prozesssysteme bietet.

Dabei benötigt diese erweiterte Leistungsfähigkeit der dritten MGE-Generation keine zusätzliche Hardware, die Installationskosten bleiben auf niedrigem Niveau. Meist sind auch keine weiteren Überwachungsgeräte erforderlich. Kurz: Diese Motoren sind smart ab Werk. Und kommunikativ dazu: Der MGE verfügt über eine interne Bus-Kommunikation via Funk (Geni-Air), Verkabelungen sind überflüssig. Der integrierte Verbindungsassistent stellt schnell eine Verbindung zur gekoppelten Pumpe her. Beide Pumpen werden dann entweder im Kaskadenbetrieb, im Wechselbetrieb oder im Arbeits-/Stand-By-Modus gemeinsam gesteuert.

Fazit: Bis zu einer Leistung von 2,2 kW bieten die Pumpen mit dem MGE-Motor Wirkungsgrade besser als Super Premium Efficiency IE4 – zu vergleichbaren Kosten wie die bisherigen MGE-Motoren. Der Betreiber spart somit sofort Geld und muss keine langen Amortisationszeiten abwarten. MM

* Adalbert Weigler ist Business Development Manager in der Industriedivision der Grundfos GmbH in 40699 Erkrath, Tel. (02 11) 92 96 90, infoservice@grundfos.de

(ID:42255582)