Karriere So finden Sie die richtige Weiterbildung neben dem Beruf

Autor: Svenja Gelowicz

Erst ging es vielen darum, Freizeit sinnvoll zu füllen. Nun treibt viele die Angst, ihren Arbeitsplatz zu verlieren: Immer mehr Berufstätige bilden sich privat weiter. Worauf Beschäftigte bei der Wahl des Angebots achten sollten.

Auch aus dem Homeoffice können Mitarbeiter sich weiterbilden.
Auch aus dem Homeoffice können Mitarbeiter sich weiterbilden.
(Bild: ©Alex from the Rock - stock.adobe.com)

Brot backen, Spazieren gehen, Stricken: Umfragen zeigen, dass sich viele Menschen während der Pandemie neue Hobbys zugelegt haben. Corona hat dafür Lücken im Alltag geschaffen. Für viele ist es da naheliegend, die Zeit auch für Weiterbildungen zu nutzen. Die Möglichkeiten sind schier unendlich. Karrierenetzwerke wie die Plattform Linkedin bieten zahllose Seminare, Fernunis locken mit Turboabschlüssen. Bei vielen Weiterbildungsanbietern listet die Webseite ein Dickicht an Angeboten. Und dann sind da noch sogenannte Coaches für jegliche Lebenslagen.

Mirco Fretter ist Präsident des Bundesverbands der Fernstudienanbieter. Unter den 120 Mitgliedern sind unter anderem Fernunis, fachbezogene Akademien oder Fernschulen. „Das Angebot hat enorm zugenommen und der Markt hat sich sehr unterschiedlich entwickelt, wenn es um die Qualität der Angebote geht“, sagt Fretter. Auch die Nachfrage habe sich im Laufe der Pandemie verändert: Während anfangs viele Weiterbildungssuchende ihre neu gewonnene Freizeit sinnvoll nutzen wollten, treibt nun so manchen eher die Angst, seinen Arbeitsplatz zu verlieren, oder er will sich beruflich neu orientieren. „Es gibt viele, die sich jetzt über eine Aufstiegsqualifikation auf einen Branchenwechsel vorbereiten wollen. Oder sie wollen sich durch eine höhere Qualifikation für den herausfordernden Arbeitsmarkt wappnen“, erzählt Fretter. In früheren Monaten waren wiederum Angebote rund um Achtsamkeit oder Resilienz begehrt.