Sechs Tipps für Führungskräfte So meistern Sie den Personalabbau in schwierigen Zeiten
In Krisenzeiten steht vielen Unternehmen der Personalabbau unmittelbar bevor. Frank Andensam gibt Führungskräften sechs hilfreiche Tipps an die Hand, um das „Abschied nehmen“ fair zu gestalten.
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Die andauernde Wirtschaftskrise sorgt bei vielen Unternehmensführern für Magenschmerzen. Wenn keine neuen Aufträge herein kommen und kein frisches Geld in die Kasse fließt, steht der Personalabbau unmittelbar bevor.
Eine solche Entscheidung bedeutet sowohl für die Führungskraft als auch für die mehr oder minder stark betroffenen Mitarbeiter eine Mehrbelastung.
1. Die Entscheider
Der Vorstand oder die Geschäftsleitung trifft die Entscheidung zum Personalabbau. Die Entscheider sind aber zumindest in Großunternehmen meist nicht in das operative Umsetzen des Personalabbaus involviert. Sie tragen aber die Verantwortung für den Erfolg der Maßnahme. Mit ihr sind viele Gefahren verbunden. Wie zum Beispiel allgemeine Unruhe und Demotivation in der Belegschaft, Fluktuation der Leistungsträger, erhöhter Krankenstand, Schäden am Unternehmens- und Markenimage. Also sollten die Entscheider im Vorfeld abwägen: Ist der Personalabbau wirklich unumgänglich? Und: Ist der durch den Personalabbau erzielte Gewinn größer als der Schaden?
Führt am Personalabbau kein Weg vorbei, sollten die Entscheider folgende Maximen beachten:
- Offen kommunizieren: Der Vorstand oder die Geschäftsleitung sollten den Mitarbeitern die Gründe, die Ziele und den geplanten Ablauf des Revirements darlegen.
- Schnell handeln: Nach der Information der Belegschaft existiert ein „Window of Opportunity“ von etwa drei Monaten. In dieser Zeit werden Veränderungen am ehesten akzeptiert.
- Hängepartien vermeiden: Die Belegschaft durchläuft nach der Ankündigung des Personalabbaus emotional ein tiefes Tal. Diese Situation muss schnell überwunden und der Blick wieder nach vorne gerichtet werden.
- Fair und sozialverträglich: Dies hilft versteckte Kosten, beispielweise aufgrund einer gesunkenen Arbeitsmoral und juristischer Auseinandersetzungen, zu vermeiden.
- Einzelgespräche mit Leistungsträgern führen: Ihnen sollten ihre Perspektiven im Unternehmen verdeutlicht werden, um ein Abwandern zu verhindern.
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