Metall-3D-Druck So verändert sich die additive Fertigung von Metallkomponenten

Quelle: Fraunhofer-ILT 5 min Lesedauer

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Hier diskutieren zwei Experten, wie sich die additive Fertigung von Metallteilen in der industriellen Produktion entwickelt.

Bald ist wieder Formnext-Zeit! Im Vorfeld haben deshalb bereits zwei Experten – einer aus der Forschung, der andere aus der Industrie – darüber disktuiert, was momentan in Sachen Metall-3D-Druck die Branche bewegt. Hier die Ansichten der beiden ...(Bild:  Fraunhofer-ILT)
Bald ist wieder Formnext-Zeit! Im Vorfeld haben deshalb bereits zwei Experten – einer aus der Forschung, der andere aus der Industrie – darüber disktuiert, was momentan in Sachen Metall-3D-Druck die Branche bewegt. Hier die Ansichten der beiden ...
(Bild: Fraunhofer-ILT)

Die additive Fertigung, vor allem der 3D-Druck von Metall, hat sich in den letzten Jahren von einer vielversprechenden Alternative zu einem ernstzunehmenden Bestandteil der industriellen Produktion entwickelt. Dr. Stefan Leuders, Head of Technology & Innovation bei der Voestalpine Additive Manufacturing Center GmbH aus Düsseldorf, und Dr. Tim Lantzsch, Abteilungsleiter Laser Powder Bed Fusion am Fraunhofer-Institut für Lasertechnik (ILT) aus Aachen, diskutieren hier über die aktuellen Trends der additiven Fertigung, sie analysieren Chancen und Risiken und zeigen auf, welche Branchen besonders profitieren können. Diese Informationen stammen aus einem Interview, das das ILT geführt hat.

Die aktuellen Trends in der additiven Fertigung

Für Tim Lantzsch ist ein wichtiger Trend die zunehmende Anpassung von Werkstoffen und Applikationen an die spezifischen Anforderungen der additiven Fertigung. Denn viele der bisherigen Materialien waren ursprünglich nicht für additive Fertigungsverfahren entwickelt. Außerdem registriert er, dass das Verfahren zwar teuer ist, aber durch gezielte Kostensenkungen und die Fokussierung auf Nischenanwendungen der Mehrwert klarer wird.

Von links: Dr. Tim Lantzsch vom Fraunhofer-ILT und Dr. Stefan Leuders von Voestalpine diskutieren über die aktuellen Trends im metallischen 3D-Druck, die das Potenzial haben, die industrielle Produktion nachhaltig zu verändern.(Bild:  Fraunhofer-ILT)
Von links: Dr. Tim Lantzsch vom Fraunhofer-ILT und Dr. Stefan Leuders von Voestalpine diskutieren über die aktuellen Trends im metallischen 3D-Druck, die das Potenzial haben, die industrielle Produktion nachhaltig zu verändern.
(Bild: Fraunhofer-ILT)

Die aktuellen Trends in der Additiven Fertigung konzentrieren sich laut Stefan Leuders stark darauf, die spezifischen Vorteile der Technik für unterschiedliche Anwendungsfelder umfassender herauszuarbeiten und zu nutzen. Besonders vielversprechend sei für ihn dabei die zunehmende Bereitschaft, auch seit langem bestehende Entwicklungsansätze zu überdenken und diese nicht eins zu eins auf Neuprodukte anzuwenden, die später möglicherweise über eine additive Prozessroute gefertigt werden sollen. So geht es für ihn in erster Linie nicht darum, bestehende Verfahren zu ersetzen, sondern vielmehr um eine Erhöhung des Produktnutzens durch den 3D-Druck in Metall.

Ist der metallische 3D-Druck wirklich zu teuer?

Für Lantzsch liegen die wirtschaftlichen Herausforderungen vor allem in den hohen Kosten für Anlagen und Materialien. Diese Ausgaben bestimmten schließlich die Bauteilpreise. Dabei gebe es noch erheblichen Spielraum für Optimierungen. Besonders kritisch ist für ihn die Prozesssicherheit, die noch nicht in der Breite gegeben ist. Man arbeitet etwa daran, die additive Fertigung von einer Spezialistennische zu einer robusten, breiter anwendbaren Technik zu entwickeln, die auch in der Massenproduktion wettbewerbsfähig ist.

Leuders pflichtet bei, dass ein zentraler wirtschaftlicher Faktor nach wie vor der Anlagenstundensatz ist. Hinsichtlich der Anlagenkosten sehe er allerdings zunehmend Bewegung, die insbesondere durch den außereuropäischen Wettbewerb verursacht werde, wodurch gleichzeitig der Kostenanteil des eingesetzten Materials steige. Deshalb steige auch hier der Druck bezüglich der Kostenverringerung. Trotzdem bleibt das Streben günstiger zu werden hinsichtlich der industriellen Nutzung der additiven Fertigung ein wesentlicher Schlüssel, um zukünftig weitere Anwendungsfelder erschließen zu können.

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