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CAD/CAM-Systeme im Werkzeug- und Formenbau

Software hilft Zerspaner und Konstrukteur beim Werkzeugbau

| Autor / Redakteur: Theo Drechsel / Peter Königsreuther

Im Werkzeugbau bei Erbiwa am Standort Lindenberg, der 2016 erweitert wurde, sind aktuell 12 Mitarbeiter beschäftigt, die überwiegend die Montage, Modifikation und Musterung der Werkzeuge übernehmen. Für die Konstruktion und Optimierung der Spritzgießwerkzeuge setzen die Erbiwa-Experte auf die umfassend mit Funktionen und unterstützenden Tools ausgerüstete CAD-CAM-Software Visi des Softwareentwicklers Hexagon, die von Mecadat (offizieller Distributor für den deutschsprachigen Raum) exklusiv vertrieben wird.
Im Werkzeugbau bei Erbiwa am Standort Lindenberg, der 2016 erweitert wurde, sind aktuell 12 Mitarbeiter beschäftigt, die überwiegend die Montage, Modifikation und Musterung der Werkzeuge übernehmen. Für die Konstruktion und Optimierung der Spritzgießwerkzeuge setzen die Erbiwa-Experte auf die umfassend mit Funktionen und unterstützenden Tools ausgerüstete CAD-CAM-Software Visi des Softwareentwicklers Hexagon, die von Mecadat (offizieller Distributor für den deutschsprachigen Raum) exklusiv vertrieben wird. (Bild: Erbiwa/Mecadat)

Firma zum Thema

Werkzeug- und Formenbauer stehen unter Druck. Schnelle, präzise Zerspanungssysteme sind ein Teil, um termingerecht zu liefern. Entscheident ist auch eine auf die eigene Prozesskette abstimmbare Softwareumgebung.

Zweistellige Zuwachsraten markieren den stetigen Erfolg des Unternehmens Erbiwa GmbH und dass man alles richtig gemacht hat. Gegründet 2005 in Röthenbach im Westallgäu, ist sie heute im benachbarten Lindenberg ansässig und hat sich von einem Konstruktionsbüro für Spritzgießwerkzeuge zu einem Unternehmensverbund mit aktuell 136 Mitarbeitern entwickelt. 55 davon sind alleine bei Erbiwa Mould Industrial beschäftigt, der 2015 zusammen mit einem Kooperationspartner gegründeten Joint-Venture-Tochter im chinesischen Dongguan. Aktuell fokussiert sich Erbiwa überwiegend auf den Automotivebereich.

Liefert direkt ans Band

Im Werkzeugbau liegt die Kernkompetenz auf Hinterspritzwerkzeugen mit bis zu 7 t Gewicht für Teile aus dem Fahrzeuginnenbereich, was auch die Unterstützung der Kunden bei der Teileentwicklung beinhalten kann. Hinterspritzt werden die Oberflächen von Edelstahl, Aluminium, Holz oder Carbon. Hinzu kommen 2-K-Werkzeuge, unter anderen mit Sperrschiebertechnik (ohne Drehteller), Gas- und Wasserinnendruck-Technik (GID/WID), Stanz-Umform-Werkzeuge für Aluminium-, Holz- oder Edelstahlblenden sowie Werkzeuge für Folgeprozesse wie die Oberflächenveredelung.

Vor einiger Zeit begann man auch mit der Serienproduktion von Kunststoffteilen, was bei der Erbiwa tech GmbH geschieht. Dort geht es vor allem um Sicht- und Dekorteile wie Radnabenabdeckungen oder hinterspritzte Zierblenden in Stückzahlen zwischen 5000 und 50.000. „Seit 2015 liefern wir als Tier-1-Lieferant bei BMW sogar direkt ans Band“, betont Matthias Wagner, Sohn des Firmengründers und technischer Leiter bei Erbiwa. Auch nutzt man den Spritzgießbereich als Technikum, um neue Werkzeuge zu bemustern, Prototypen herzustellen oder Funktionen von Handlingsystemen zu erproben.

Guter Erfolg durch 3D-CAD

Erbiwa verfolgt die Strategie, durch konsequente Einbindung von Partnern dem Kunden gegenüber als Komplettanbieter im Werkzeugbau aufzutreten und die Fertigungstiefe trotzdem gering zu halten. So kam es schon bald nach der Gründung zu ersten Projekten mit einem Unternehmen in der Nähe, das auf die Entwicklung und Produktion von Aluminiumdekorteilen spezialisiert war. Dabei wurden Aluminiumschalen erstmals direkt hinterspritzt, was die sonst üblichen Klebe- oder Crimpprozesse ablöste. Der Bedarf an Spritzgießwerkzeugen stieg stetig an und beide Spezialisten wuchsen allmählich zusammen. So sicherte man sich auch Aufträge im Fahrzeuginnen- und Dekorbereich, der heute den Schwerpunkt von Erbiwa bildet.

Die Allgäuer Erfolgsgeschichte ist dabei eng mit dem integrierten 3D-CAD- und CAM-System Visi verbunden, einer Produktfamilie für den Werkzeug- und Formenbau, die von dem britischen Hersteller Vero Software entwickelt und weiter ausgebaut wird. „Unsere Entscheidung, auf Visi zu setzen, fiel gleich nach der Gründng, denn rasch wurde uns damals klar, dass Visi sehr gut auf die Bedürfnisse im Werkzeug- und Formenbau zugeschnitten ist“, erinnert sich Wagner. Während anfangs die Werkzeugkonstruktion und Produktentwicklung gepaart mit Projektmanagement dominierten, und mit Visi abgebildet wurden, kam dann nach einer steilen Wachstumsphase 2014 der Fräsbereich hinzu.

Bei Erbiwa werden die meisten Teile zugeliefert. Darunter sind Formaufbauten, Heißkanalsystem und diverse Normalien, die man von bekannten Spezialisten wie Meusburger, Hasco oder Knarr bezieht. Formgebende Bereiche wie Kavitäten, Kerne oder Schieber, fertigen Partner aus der Umgebung und seit 2013 auch die chinesische Joint-Venture-Tochter Erbiwa Mould Industrial Co. Ltd.

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