Spannfutter Spannbacken vermeiden Deformationen beim Drehen dünnwandiger Hohlteile
Beim Drehen von Passungen an dünnwandigen Teilen können Spanndeformationen zum Überschreiten der vorgeschriebenen Toleranzen und damit zu Ausschuss führen. Der Auswahl des Spannfutters kommt deshalb besondere Bedeutung zu. Vorteilhaft sind Pendel-Aufsatzbacken. Bei einer optimalen Anordnung der Spannpunkte kann die Deformation des Teils auf etwa 10% der ursprünglichen Verformung verringert werden, ohne die Futterspannkraft zu reduzieren.
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Ein Problem bei der Drehbearbeitung von dünnwandigen Teilen sind Verformungen durch die Backenkräfte der Spannfutter. Die Werkstücke, beispielsweise Ringe oder Gehäuse, müssen so fest eingespannt werden, dass sie sich unter den Schnittkräften garantiert nicht lösen können.
Hohe Spannkräfte verursachen aber unvermeidlich Verformungen der Teile. Wie groß diese sind, hängt von der Form und von der Wandstärke ab.
Auch das Material spielt eine große Rolle. Wegen des niedrigeren Elastizitätsmoduls sind unter anderem Teile aus Gusseisen, Messing, Bronze und Aluminiumlegierungen kritischer als Teile aus Stahl. Besonders beim Drehen von Passungen können Spanndeformationen zum Überschreiten der vorgeschriebenen Toleranzen und damit zu Ausschuss führen.
Anordnung der Spannbacken auf dem Drehteil markieren
In der Regel ist ein eingespanntes Teil nach der Drehbearbeitung auf der Maschine einwandfrei rund. Dünnwandige Teile können dann beim Ausspannen mehr oder weniger unrunde Formen annehmen, die mit einem Rundschrieb sichtbar zu machen sind. Dabei muss man unbedingt die Anordnung der Spannbacken auf dem Werkstück markieren, um erkennen zu können, ob die Verformungen von den Backenkräften herrühren.
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