Gussteilschleifen Spezialgebundene Schleifscheibe freut Gießereibetreiber

Redakteur: Peter Königsreuther

Die neuartigen, galvanisch beschichteten 1-Schicht-Schleifscheiben Foundry X sorgen für diverse Vorteile bei der Bearbeitung von Gussteilen...

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Mehr schaffen! Die Norton-Winter-Schleifscheiben des Typs Foundry X sind von der galvantischen Bindung her verbessert. Das prädestiniere sie für Arbeiten an Gussteilen.
Mehr schaffen! Die Norton-Winter-Schleifscheiben des Typs Foundry X sind von der galvantischen Bindung her verbessert. Das prädestiniere sie für Arbeiten an Gussteilen.
(Bild: Saint Gobain Abrasives)

Auch kleinere Gießereien folgen dem Trend zur Automatisierung bei der Bearbeitung ihrer Fertigteile. Deshalb schaffen sie sich verstärkt auch CNC-Maschinen und Robotersystem an. Saint Gobain Abrasives führt weiter aus, dass parallel die Produktnachfrage in Richtung höherwertige Guss- und Sphärogussbauteile tendiert. Auch in puncto Umweltfreundlichkeit strengt man sich im Zuge dieser Modernisierungsprojekte noch mehr an, heißt es weiter. Mit der Foundry-X-Schleifscheibe der Premiummarke Norton Winter will man die Gießereibetreiber nun beim Erreichen der gesteckten Ziele kräftig unterstützen.

Gussteilschleifen mit diversen Sparfaktoren

Galvanisch beschichtete Schleifscheiben setzen sich aus einem bruchvermeidenden Stahlkörper mit einer Diamant- oder cBN-Einzelschicht zusammen. Die Schleifkörner sind außerdem in eine spezielle sowie duktile und dennoch harte Nickelbindung eingebettet, betont Saint Gobain Abrasives. Der Anwender profitiere letztlich von einem durchmesser- und profilstabilen Schleifwerkzeug. Natürlich brauche man deshalb auch eine automatische Durchmesseranpassung während der Serienproduktion nicht mehr berücksichtigen. Der Grundkörper kann wiederholt neu belegt werden, solange er unbeschädigt ist, merkt der Hersteller an. Mit so einer Scheibe kann man dann so lange arbeiten, bis kein Korn mehr hervorsteht. Die Kombination aus Spezialdiamant- respektive -cBN-Korn und Nickelbindung hat man deshalb gewählt, um die sonst wirkenden Wärme- und Belastungsprobleme, die sich produktivitäts- und qualitätsmindernd auswirken zu eliminieren, erklären die Spezialisten aus Norderstedt.

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Spezialbindung erlaubt bis zu 50 % mehr Teile zu schleifen

Die Neuheit verfügt dazu auch über eine vergleichsweise hohe Schleifkornkonzentration, heißt es. Die Standardexposition der Körner beträgt bei Foundry X zwar 40 %, aber durch die galvanische Nickelabscheidung stecken sie fest im Stahlgrundkörper. Die Kornqualität wird laut Hersteller je nach zu bearbeitendem Werkstoff ausgewählt. Alles in allem kann so mehr Material abgetragen werden als bei mehrschichtigen Scheiben. Dieses stabile Konzept macht es außerdem möglich, dass die Foundry X auch NC-gesteuerten Werkzeugmaschinen und Robotersystemen eine gute Figur macht. Aber auch per Handschliff wirke sich der relativ geringe Verschleiß natürlich positiv aus. Die hohe Lebensdauer – rund 50 % mehr als üblich – minimiert außerdem den Scheibenwechsel und damit die Stillstandszeiten der Anlagen. Der Schliff werde präziser, weil die Geometrie der Scheibe so exakt ist, dass Vibrationen weniger stark sind als sonst. Auch die Programmierung soll deshalb einfacher sein. Die Profil- und Durchmesserstabilität gibt Saint Gobain Abrasives mit 0,05 bis 0,15 mm an. Die beim Schleifen von Gussmaterial sonst übliche Staub- und Geruchsentwicklung soll im Vergleich zu anderen Schleifmitteln kaum vorhanden sein.

Praxisvergleiche beweisen die Vorteile

Das unterstreicht eine Norton Winter Fallstudie, in der mit der Foundry X verglichen mit einer Standardgalvanikscheibe mit D850-Körnung Grauguss geschrubbt wurde. Mit den Parametern Härte: 67 HRC, Materialabtrag: 3 mm, Scheibengeschwindigkeit: 50 m/s, Vorschub: 3 mm/s hat die Foundry X rund 40 % Teile mehr bearbeitet, so das Testergebnis.

Mit der neuen Schleifscheibe kann außerdem getrennt werden, wobei sie eine um 30 % höhere Standzeit bei der Bearbeitung eines Bremssattels aus gehärtetem Grauguss (67 HRC) in einer Maus-Roboterzelle bewiesen hat. Dieser Versuch wurde im Vergleich zu einem üblichen Superabrasive-Werkzeug aus dem Marktumfeld durchgeführt, lässt der Hersteller wissen. Es stellte sich auch heraus, dass die Spanabfuhr besser ist und bei geradem Schnitt und weniger Ausschuss zu beklagen war.

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