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Innen- und Außenrundschleifen

Spritzgießmaschinen-Hersteller setzt auf sächsische Schleiftechnik

| Autor/ Redakteur: Pierre Seidel / Peter Königsreuther

Wema Glauchau konnte den Kunststoffmaschinen-Bauer Krauss-Maffei kürzlich mit seinen Wotan-Schleifsystemen überzeugen. Das Besondere dabei ist etwa ein Standrevolver mit drei Innenspindeln, heißt es.

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Das Innen- und Außenschleifen in einer Aufspannung gelingt mit den Wotan-Schleifmaschinen von Wema Glauchau. Viel Zeit spart der Kunststoff-Verarbeitungsmaschinenhersteller Krauss-Maffei deshalb jetzt bei seinen Zerspanungsprozessen.
Das Innen- und Außenschleifen in einer Aufspannung gelingt mit den Wotan-Schleifmaschinen von Wema Glauchau. Viel Zeit spart der Kunststoff-Verarbeitungsmaschinenhersteller Krauss-Maffei deshalb jetzt bei seinen Zerspanungsprozessen.
(Bild: P. Seidel)

Krauss-Maffei, ein weltweit führender Hersteller von Maschinen für die Produktion und Verarbeitung von Kunststoff und Gummi, war auf der Suche nach einer neuen Schleifmöglichkeit, um Aufspannvorgänge und damit Bearbeitungs- sowie Nebenzeiten deutlich zu reduzieren. Fündig wurden die Spezialisten für den Bau von Spritzgieß-, Extrusions- und Reaktionstechniksystemen beim sächsischen Werkzeugmaschinenhersteller Wema Glauchau.

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Werkstückflexible Komplettbearbeitung

„Es gibt verschiedene Konzepte für Innen- und Außenschleifoperationen am Markt. Das Konzept von Wema Glauchau hat uns sehr entsprochen, weil wir viele Teile mit verschiedensten Dimensionen bearbeiten, die wir zukünftig in einer oder zwei Aufspannungen schleifen wollen“, begründet Werner Hüttinger, Abteilungsleiter bei Krauss-Maffei, seine Investitionsentscheidung. Das Konzept unterscheidet sich zum einen durch den Standrevolver mit drei Innenspindeln. Damit können die Spindeln so ausgelegt werden, dass verschiedene Werkstückdurchmesser und -größen abgedeckt werden. Zum anderen erlaubt der Werkzeugwechsel eine sehr effiziente Komplettbearbeitung obwohl unterschiedlich dimensionierte Werkstücke und verschieden lange Planzeiten zu berücksichtigen sind.

Halbierte Bearbeitungs- und Aufspannzeiten

„Mit dieser Ausstattung konnten die bisherigen Bearbeitungszeiten im Idealfall halbieren. Vor allem bei sehr komplizierten Teilen, wo wir vorher Bearbeitungszeiten von 90 min hatten, kommen wir jetzt auf 45 min“, präzisiert Hüttinger. Und man konnte auch die damaligen Aufspannzeiten komplett halbieren. „Allein durch das Aufspannen und Ausrichten der hochpräzisen Werkstücke, erzielten wir jetzt immense Zeitersparnisse“, ergänzt Hüttinger. Auch ist die Maßhaltigkeit der Teile generell weitaus größer, als wenn nach jedem Arbeitsgang neu aufgespannt werden muss, so der Krauss-Maffei-Entscheider.

Ein weiterer Entscheidungsgrund für die Schleifmaschinenhersteller aus Glauchau ist die eigens entwickelte WOB-Oberfläche – eine werkstattorientierte Programmierung. Diese ist in stetigem Austausch mit den Kunden von Wema Glauchau erstellt worden. Der Bediener bekommt für seinen Prozess das Optimum an Benutzerfreundlichkeit widergespiegelt. „Softwareseitig konnten damit unsere individuellen Wünsche vollumfänglich erfüllt werden“, sagt Hüttinger.

Automatische Abstimmung nach Werkstückwechsel

Bei klassischen Maschinenkonzepten wird bei der Werkstückeinrichtung sehr viel umgerüstet. Das reicht bis hin zu den Abrichtern. Das hat zur Folge, dass wenn ein neues Programm oder Bauteil eingefahren wird und beim Umrüsten auch die Position der Abrichter geändert wurde, muss immer wieder von vorn angefangen und alles neu angelernt werden. Demzufolge sind die Rüstaufwände von einem Bauteil auf ein anderes erheblich höher als mit dem Konzept der Wotan-Maschinen von Wema Glauchau. Mit diesen werden ein neues Bauteil sowie ein neues Werkzeug einmal eingefahren, und automatisch ist dann alles aufeinander abgestimmt. „Bei 80 % unserer Teile wurde der vormalige Rüstaufwand beim Umspannen und beim Futterwechsel deutlich minimiert“, so Hüttinger.

Schleiferfolge sind Vertrauenssache

Für die Zukunft sehen sowohl Krauss-Maffei als auch die Wema Glauchau einer erfolgreichen und nachhaltigen Zusammenarbeit entgegen. Mit den stetig wachsenden Werkstückanforderungen hinsichtlich Komplexität und Fertigungsgenauigkeiten besteht die Herausforderung des Anwenders darin, diese Parameter an einen zuverlässigen Maschinenhersteller zu übergeben. Denn Schleifen bleibt ein Zerspanungsprozess mit unbestimmter Schneide und ein Erfolg war bisher nur mit vielen Versuchen verbunden.

„An der Stelle ist der Erfahrungsaustausch zwischen uns als Anwender und Wema Glauchau als Schleifmaschinenspezialist so wichtig. In diesem Punkt sind wir mit der ganzheitlichen Lösung und der Fertigungsqualität von Wema Glauchau mehr als zufrieden. Nur so ist eine Maschinenverfügbarkeit von 96 % wie bei uns möglich“, bestätigt Werner Hüttinger.

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