Schadenersatz Stahlkartelle: Was Betroffene tun können

Autor: Gary Huck

Von Anfang der 2000er-Jahre bis 2014/2015 waren in Deutschland zwei Stahlkartelle aktiv. Nun laufen die Schadenersatzprozesse an.

Über zehn Jahre waren in Deutschland zwei Stahlkartelle aktiv. Wenn Sie Opfer der Preisabsprachen dieser Organisationen waren, haben Sie Chancen auf Schadenersatz.
Über zehn Jahre waren in Deutschland zwei Stahlkartelle aktiv. Wenn Sie Opfer der Preisabsprachen dieser Organisationen waren, haben Sie Chancen auf Schadenersatz.
(Bild: ©Grispb - stock.adobe.com)

Im Dezember 2019 verhängte das Bundeskartellamt eine Bußgeldstrafe in Höhe von 646 Mio. Euro gegen vier Flachstahlhersteller. Das Bußgeld in Rekordhöhe wurde fällig, da die Unternehmen sich über Jahre bei den Preisen für Zusatzleistungen bei Flachstahlerzeugnissen abgesprochen hatten. Neben diesem Quartoblechkartell war quasi zeitgleich noch ein weiteres Kartell in der Stahlbranche aktiv. Dabei ging es um Preisabsprachen beim Handel mit Edelstahl. Gegen diese Vereinigung verhängte das Bundeskartellamt ein Bußgeld in Höhe von 205 Millionen Euro. Der Prozess dauert noch an. Die Höhe der Strafzahlungen lässt erahnen, welcher Schaden durch die Preisabsprachen entstanden sein kann.

Viele Unternehmen sind von den Machenschaften der beiden Kartelle betroffen. Einige der Betroffenen sind sich dessen gar nicht bewusst. Oder sie sind unsicher, wie sie rechtlich vorgehen können. Die gute Nachricht für Opfer der Preisabsprachen: Sie können Schadenersatzansprüche geltend machen.

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