Spanntechnik

Standardisierte Spannmittel minimieren Rüst- und Nebenzeiten

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Als erster Anbieter brachte Hilma-Römheld Spannsysteme für die Fünf-Achs-Bearbeitung auf den Markt. Diese MC-Baureihe wurde inzwischen weiter ausgebaut und um die SCS-Serie ergänzt. Damit steht dem Anwender dieser Fertigungstechnik eine Vielzahl spanntechnischer Produkte zur Verfügung.

Auch das Spannbackenprogramm wurde konsequent weiterentwickelt. Durch Spezialgrippbacken kann in vielen Fällen ein aufwändiges Vorprägen entfallen.

Auf der AMB 2008 wurden zahlreiche Neuentwicklungen vorgestellt. Speziell für automatisierte Fertigungsprozesse wurde das Spannsystem AS 125 H Sensor entwickelt (Bild 2). Der hydraulische Hub von bis zu 140 mm in Kombination mit kontrollierbarer Schlittenposition und Spannkraft erschließt ganz neue Einsatzmöglichkeiten. So können Rüstvorgänge und Spannablauf komplett automatisiert werden. Das manuelle Einstellen entfällt, was wiederum für verkürzte Stillstandszeiten sorgt.

Auch die Anzahl anwendungsspezifischer Spannvorrichtungen kann drastisch reduziert werden: Ein einziges Spannsystem ist mitunter ausreichend, um ganze Teilefamilien abzudecken. Ganz gleich, ob Einzel- oder Doppelspannung – das System AS 125 H Sensor bietet Lösungen für unterschiedlichste Anforderungen in der Automation.

Klauenkästen zur Teilespannung auf Fräs-Drehzentren

Eine weitere Neuentwicklung sind Klauenkästen zur direkten Werkstückspannung auf Fräs-Drehzentren (Bild 3), die auf Anhieb einen hohen Reifegrad erreicht haben und im Vergleich zu konventionellen Lösungen eine ganze Reihe von Vorteilen bieten. Neben kompakten Baumaßen bei großem Spannbereich zählt dazu insbesondere die vollständig gekapselte Einheit aus Spindel und Mutter, die verhindert, dass Späne in den Spindelbereich gelangen und dort zu Verschleiß oder sogar zum Ausfall der Klauen führen.

Die robuste Vollspindel ist in einem wartungsarmen Gleitlager gelagert, das gesamte Unterteil besteht aus gehärtetem Stahl. Eine zusätzliche Skala im Sichtbereich des Bedieners erleichtert die Vorpositionierung. Klauenkästen sind ab einem Tischdurchmesser von etwa 1200 mm wirtschaftlicher als ein Drei- oder Vier-Backen-Futter. Darüber hinaus überzeugen sie durch ihre niedrige Aufbauhöhe und ihr deutlich geringeres Gewicht.

Mit einer optionalen Vorsatzbacke kann der Klauenkasten auch zum direkten Spannen von Werkstücken auf Rundtischen eingesetzt werden. Das Spannsystem ist zunächst in zwei Baugrößen erhältlich, weitere Varianten für unterschiedliche Klauenführungsbahnen sind bereits in Vorbereitung. In modernen, automatisierten Bearbeitungssystemen kommen vermehrt Palettenspeicher zum Einsatz, die an die Werkzeugmaschine angebunden werden.

Für diesen Einsatzbereich bietet Hilma mit dem Palettenspanner PC 80 F mit Festbacke und dem PC 80 Z für zentrisches Spannen zwei wirtschaftliche, kostengünstige Lösungen (Bild 4). Die kompakten Spannmittel in Ganzstahlausführung lassen sich individuell befestigen und werden damit unterschiedlichsten Kundenanforderungen gerecht.

Manfred Helmer ist Vertriebsleiter Werkstückspannsysteme der Hilma-Römheld GmbH in Hilchenbach.

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