Explosionsschutz

Staubpartikel in der Raumluft bergen hohes Explosionsrisiko

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Einteilung in Zündschutzarten erlaubt konkretere Produktwahl

Stehen die prinzipiellen Anforderungen an die Betriebsmittel fest, die in staubexplosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden sollen, können konkrete Produkte ausgewählt werden (Bild 3). Dabei sollte sorgfältig darauf geachtet werden, dass nur Maschinen und Komponenten zum Einsatz kommen, die für den Staubexplosionsschutz entwickelt wurden und die entsprechende Betriebsmittelkennzeichnung tragen.

Zu dieser gehört allem voran die Gruppeneinstufung, die die Einsetzbarkeit für gas- oder staubgefährdete Bereiche ausweist. Geräte für Bereiche, in denen mit explosionsfähiger Staubatmosphäre zu rechnen ist, werden nach der Norm IEC 60079-0 in Gruppe III eingeordnet. Verschiedene Staubarten stellen allerdings unterschiedliche Anforderungen, weshalb dabei noch eine weitere Untergliederung erfolgt: Die Gruppe IIIA bezeichnet die Verwendungsmöglichkeit im Umfeld brennbarer Flusen, Gruppe IIIB die Einsetzbarkeit bei nichtleitfähigen und Gruppe IIIC diejenige bei leitfähigen Stäuben.

Maximale Temperatur muss unter der Zündtemperatur von Staub liegen

Die vom Gasexplosionsschutz gewohnten Temperaturklassen gibt es beim Schutz vor explosiven Stäuben nicht, doch heißt dies selbstverständlich nicht, dass Temperaturgrenzwerte außer Acht gelassen werden können. Wenn ein Gerät in einer explosionsfähigen Atmosphäre betrieben werden soll, darf seine maximale Temperatur weder die Zündtemperatur einer Staubwolke in der Umgebungsatmosphäre noch die einer aufliegenden Staubschicht erreichen.

Dafür müssen gewisse Sicherheitsfaktoren beachtet werden. Die maximale Oberflächentemperatur ist also als Gradangabe unmittelbar Teil der Kennzeichnung jedes staubexgeschützten Betriebsmittels. Angesichts des nötigen Spezialwissens um die Risikofaktoren und der elementaren Bedeutung der Produktqualität für die Sicherheit von Personal und Technik in einer Anlage sollte die Auswahl von Staub-Ex-Schutztechnik stets von entsprechend ausgebildeten Personen oder mit Unterstützung spezialisierter Hersteller erfolgen. Explosionsschutzexperten wie R. Stahl mit langjähriger Erfahrung bieten neben einem vollständig zertifizierten Produktprogramm auch umfassende Beratung und Schulungen zum Thema.

* Roger Peters ist Ingenieur bei der R. Stahl AG in 74638 Waldenburg und leitet die Abteilung Training/Consulting mit Schwerpunkt Explosionsschutz.

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