Hunderttausende weniger Stellantis dampft die Produktion in Europa ein

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Wie es vor Kurzem hieß, will die Opel-Mutter Stellantis die Produktionsleistung um rund 800.000 Autos im Jahr verringern ...

Die Opel-Mutter Stellantis machte jetzt den nächstens „Fünf-Jahres-Plan“ bekannt. Zum einen will sie Milliarden sparen, zum anderen wirkt sich das auf die Produktionskapazitäten in Europa aus. Opel und andere Marken schiebt man in den Hintergrund ...(Bild:  Stellantis)
Die Opel-Mutter Stellantis machte jetzt den nächstens „Fünf-Jahres-Plan“ bekannt. Zum einen will sie Milliarden sparen, zum anderen wirkt sich das auf die Produktionskapazitäten in Europa aus. Opel und andere Marken schiebt man in den Hintergrund ...
(Bild: Stellantis)

Um die Produktionskapazitäten von Stellantis in Europa zu verkleinern, seien eine andere Nutzung des Werkes im französischen Poissy sowie eine Partnerproduktionen in Rennes, Madrid und Saragossa geplant. Diese Informationen kamen direkt von der Opel-Mutter und wurden im Rahmen eines Investorentages im US-amerikanischen Auburn Hills mitgeteilt, so die dpa. Die Auslastung der Partnerproduktionsfabriken soll dabei von 60 auf 80 Prozent hochgefahren werden. Die deutschen Stellantis-Werke in Rüsselsheim und Eisenach wurden aber in diesem Zusammenhang nicht erwähnt. In Saragossa soll ein von Opel und der chinesischen Stellantis-Beteiligung Leapmotor entwickeltes vollelektrisches SUV vom Band laufen, wie man etwas näher erfährt. Die Jobs in der Fertigung sollen erhalten bleiben.

Opel, Alfa und Citroën spielen nur noch zweite Geige

Bei der dort auch vorgestellten Unternehmensstrategie „Fastlane“, die für die kommenden fünf Jahre gilt, wird Die Stellantis-Marke Opel aber noch weiter in den Schatten gestellt. In den kommenden fünf Jahren will Konzernchef Antonio Filosa wohl rund 60 Milliarden Euro investieren, um den VW-Rivalen mit italienischen, französischen und amerikanischen Wurzeln wieder auf Kurs zu bringen. Dazu sind Kooperationen mit den Partnern Leapmotor und Dongfeng sowie mit Tata geplant. Rund 70 Prozent der Investitionen entfielen auf die vier künftigen Kernmarken Jeep, Ram, Peugeot und Fiat. Opel werde zusammen mit Chrysler, Dodge, Alfa Romeo und Citroën in die Gruppe der Regionalmarken einsortiert. DS und Lancia sollen künftig enger von Citroën und Fiat geführt werden. Filosa kündigte außerdem 60 neue Autos und 50 Modellaktualisierungen an. Davon sind 29 reine Batterieautos, heißt es weiter. Insgesamt würden dann etwa 110 Modelle neu oder überarbeitet sein.

Stellantis will bis zu sechs Milliarden Euro einsparen

In Europa strebt Stellantis nun eine operative Marge von drei bis fünf Prozent an. Das Sparprogramm auf dem Kontinent soll dazu beitragen, die jährlichen Kosten im Konzern im Vergleich zum Vorjahr bis 2028 um rund sechs Milliarden Euro zu drücken. Am Markt in Nordamerika strebe Filosa bis zum Jahr 2030 wieder eine operative Marge von acht bis zehn Prozent an. An der Börse kamen die Nachrichten aber nicht gut an. Das Stellantis-Papier sackte nämlich in Mailand zeitweise um über sieben Prozent ab. Der Konzern habe sich – wie befürchtet – Ziele gesetzt, die weit in der Ferne lägen. Die erwünschte Kehrtwende wird außerdem nicht an einem Tag gelingen, merkte John Elkann, Stellantis-Verwaltungsratschef und Agnelli-Erbe, auf der Investorenveranstaltung zu allem an.

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