I/O-Systeme Steuerung und Feldebene über I/O-Systeme verbinden

Autor / Redakteur: Daniel Utermöhle / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Ein Hersteller von Kohlenstofffasern in Deutschland ließ beim Umrüsten des Prozessleitsystems auch die Peripheriebaugruppen austauschen. Die I/O-Systeme sind nun über eine Systemverkabelung mit der Feldverdrahtung verbunden. Schlanke Übergabemodule sparen Platz im Schaltschrank.

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Im Vergleich zur herkömmlichen, zeitaufwendigen Einzelader-Verdrahtung (rechts) macht der VIP-Frontadapter (links) den Anschluss einfach und schnell.
Im Vergleich zur herkömmlichen, zeitaufwendigen Einzelader-Verdrahtung (rechts) macht der VIP-Frontadapter (links) den Anschluss einfach und schnell.
(Bild: Phoenix Contact)

Die Toho Tenax Europe GmbH ist der einzige Hersteller von Kohlenstofffasern in Deutschland. Seit 28 Jahren produziert das Unternehmen die Hochleistungsfasern in Heinsberg-Oberbruch im Westen Nordrhein-Westfalens nahe der niederländischen Grenze. Inzwischen hat es die Produktionskapazität auf jährlich 5100 t Kohlenstofffasern erweitert – damit gehört Toho Tenax zu den Marktführern.

Um die Marktführerschaft auszubauen, setzt das Unternehmen auf kontinuierliche Verbesserung und Kostenoptimierung sowohl der Produkte als auch der Herstellungsverfahren. Im Zuge dieses Programms wurde das bisherige Prozessleitsystem Teleperm M umgerüstet, das seit der Inbetriebnahme der Anlage im Jahr 1985 im Einsatz war.

Toho Tenax nutzt als neues Leitsystem nun Simatic PCS7 mit zwei redundant betriebenen WinCC-basierenden Zentralrechnern. Die Umrüstung der Peripheriebaugruppen der Anlage wurde von der Bilfinger Maintenance Südwest GmbH vorgenommen. Unter dem Teleperm-M-System wurden Simatic-S5-Baugruppen verwendet, die heute nicht mehr verfügbar sind. Deshalb fiel die Entscheidung, Simatic-S7-300-Baugruppen zu installieren.

Zur Verbindung der I/O-Baugruppen mit der Feldverdrahtung setzte Toho Tenax komplett auf die Systemverkabelung von Phoenix Contact. Die installierte Lösung stellt eine fehlerfreie und schnelle Ankopplung der sogenannten Übergabemodule an die Steuerung sicher. Der Instandhaltungsmitarbeiter muss lediglich die Feldverdrahtung an die entsprechende Klemmstelle des Übergabemoduls anschließen.

Deutliche Platzersparnis im Schaltschrank

Die Signalrangierung erfolgt dann durch das Übergabemodul und den VIP-Frontadapter mit integriertem Systemkabel. Somit entfällt die zeitaufwendige Einzeladerverdrahtung zum S7-300-Frontstecker, die ansonsten häufig vorgenommen wird (Bild 1).

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