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Die VIP-Potenzialverteiler entsprechen im Design den VIP-Übergabemodulen. Bei ihnen wird die Spannung an einer Klemmstelle eingespeist und dann über eine Platine auf bis zu 48 Klemmen rangiert. Auf diese Weise lassen sich alle Verbraucher im Schaltschrank platzsparend mit Spannung versorgen – und das in Summe mit einem Strom von 30 A pro Potenzial.
Übersichtliche Überwachung sämtlicher Kanäle
Um Signale zu verstärken oder galvanisch vom Feld zu trennen, hat Phoenix Contact Relaismodule entwickelt, die in einem kompakten Gehäuse 32 Relais inklusive Statusanzeigen und Freilaufdiode umfassen (Bild 4). „Die geringe Baubreite der Relaismodule hat mich beeindruckt“, sagt Markus Kurtenbach, der bei Toho Tenax Engineering für die Elektrotechnik bei Neuanlagen verantwortlich ist. „Durch die Leuchtanzeige haben wir sämtliche Kanäle übersichtlich im Blick. Und sollte ein Relaiskontakt verschlissen sein, lässt er sich einfach und schnell austauschen.“
Der Einsatz der Relaismodule von Phoenix Contact spart im Schaltschrank weiteren Platz ein, da die transistorbasierten Ausgangskarten mit kleiner Schaltleistung auf der gleichen Baubreite die doppelte Kanalanzahl von Relaisausgabekarten mit hohen Schaltleistungen bieten.
Rückverfolgbarkeit erfordert hohen Dokumentationsaufwand
Toho Tenax vertreibt die in Heinsberg-Oberbruch produzierten Kohlenstofffasern auch an Europas größten Flugzeugbauer. Zur Rückverfolgbarkeit der in den Luftfahrzeugen verbauten Materialien ist ein hoher Dokumentationsaufwand notwendig. Dazu gehören ein umfassendes Qualitätswesen sowie vielfältige Messtechnik, mit der die Prozessdaten während des Herstellungsverfahrens erfasst werden, sowie eine hochpräzise Geschwindigkeitsmessung der Walzen, wobei die Istwertgeschwindigkeit maximal 0,1 % von der Sollwertgeschwindigkeit abweichen darf.
In diesem Bereich findet die Systemverkabelung von Phoenix Contact ebenso Anwendung. So werden die im Feld erzeugten Messsignale über passive VIP-Übergabemodule an die Steuerung weitergeleitet. Dabei nutzt Toho Tenax sowohl klassische analoge I/O- als auch Zählerbaugruppen, die einen Fadenbruch überwachen.
Passgenaue Adapter sorgen für fehlerfreie Verbindungen
Obwohl die Baugruppen oftmals andere Pin-Belegungen als die digitalen I/O-Karten aufweisen, können die VIP-Frontadapter zur Anbindung verwendet werden. Denn wenn der Monteur die Steckbrücken am Adapter einfach mit dem Schraubendreher entfernt, lässt sich der Adapter universell, beispielsweise zur Rangierung analoger Signale oder Ankopplung an Zählerbaugruppen, einsetzen (Bild 5).
Als Fazit bleibt festzuhalten, dass vor allem die Flexibilität und das breite Produktprogramm von Phoenix Contact im Bereich Systemverkabelung die Verantwortlichen bei Toho Tenax überzeugten. Durch die passgenauen Frontadapter und die schmalen Übergabemodule sind Steuerung und Feldebene nun fehlerfrei und sicher verbunden. MM
* B. Sc. Daniel Utermöhle ist Mitarbeiter im Produktmarketing Interface Cabling bei der Phoenix Contact Electronics GmbH in 31812 Bad Pyrmont
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