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Digitalisierung

Steuerungen sind fit für Industrie-4.0-Anwendungen

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Pro Antriebsachse eine Steuerung

Die Dryve-Motorsteuerung ist im Online-Tool „Drylin-E-Konfigurator Antriebstechnik“ implementiert. Darüber hinaus kann die Steuerung jedoch ebenfalls bei jeder bestehenden Drylin-E-Achse nachgerüstet werden. Pro angetriebener Achse wird eine Steuerung benötigt, die sich mit weiteren über eine Mastersteuerung vernetzen lässt, erklärt der Hersteller. So können auch Flächen- oder Raumportale komplexe Bewegungen ausführen, zum Beispiel eine Kreisbewegung, heißt es weiter.

Wechsel von Sercos zu Ethercat

Doch auch die bekannten Steuerungshersteller – wie Schleicher Electronic – haben ihre Hausaufgaben gemacht: Das Unternehmen hat seine Steuerung Pro Numeric XCx800 mit Ethercat ausgestattet. Die überarbeitete Steuerung setzt damit auf Echtzeit-Ethernet und bietet laut Hersteller eine hohe Flexibilität.

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Die Steuerung mit Ethercat habe einen größeren RAM-Speicher, der zukünftige Erweiterungen ermögliche. Außerdem unterstütze die aufgerüstete Steuerung das Profil EOE (Ethernet over Ethercat) und sei mit nahezu allen Ethercat-fähigen Antrieben kompatibel. Außer den Standard-I/Os könnten auch weitere Komponenten direkt an Ethercat betrieben werden – beispielsweise Ventilinseln oder Hydraulik- und Laserkomponenten. Unterstützt würden weiterhin bis zu 32 interpolierende Achsen, Antriebssteuerung und Diagnosefunktionen.

Schaltschrank-PC erweitert I-4.0-Fähigkeit

Bislang hatte der Hersteller die Steuerung mit Sercos angeboten. Diese Option bleibe auch zukünftig bestehen, weil die Umsetzung von Ethercat mit der gleichen Hardware erfolge. Sercos und Ethercat seien steckerkompatibel und könnten durch kleine Anpassungen in der Konfiguration ausgetauscht werden. Maschinenbauer seien somit frei in der Auswahl und Kombination der Komponenten.

Die Steuerungen müssen natürlich auch immer offener werden und sich universell einsetzen lassen. Das hat auch Bosch Rexroth erkannt. Die Schaltschrank-PC der Reihe Indracontrol V eignen sich laut Bosch Rexroth als Steuerung für hydraulische, elektrohydraulische und hybride Antriebskonzepte. Auch die offene Schnittstellentechnik Open Core Interface stehe zur Verfügung, mit deren Hilfe sich Engineering, Testing und Inbetriebnahme zugunsten einer kürzeren Time-to-Market stark vereinfachen lassen sollen.

Offene Schnittstellen

Mit der offenen Schnittstellentechnik Open Core Interface will der Hersteller auch im Bereich der Hydraulik eine Brücke zwischen der SPS-basierten Automatisierung und der IT-Welt mit ihren hocheffizienten Technologien und Vernetzungsmöglichkeiten schlagen. So könnten etwa hochsprachenbasierte Anwendungen direkt auf Steuerungs- und Antriebsfunktionen zugreifen oder Java-Applikationen Maschinendaten zur Analyse, Auswertung und Verarbeitung in die IoT-Cloud übertragen.

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