Anbieter zum Thema
Im Retrofitfall sollten drehzahlvariable Antriebe mit langen Laufzeiten eigentlich nur mit diesen Motoren ausgeführt werden und so Betriebskosten sparen. Die Software des Umrichters lässt sich leicht auf den sensorlosen Betrieb umstellen, indem man eine angepasste Software für sensorlosen Betrieb aufspielt.
Große Effizienzsteigerung bei Antrieben mit hohen Betriebsstunden
Gerade bei den Antrieben mit hohen Betriebsstundenzahlen im unteren Leistungsbereich verbunden mit hohen Stückzahlen für Kompressoren, Transportbänder, Lüfter- und Pumpenantriebe sind die Effizienzsprünge beim Einsatz eines Antriebs mit Synchronreluktanzmotor groß. Messungen zeigen, dass die Effizienz auch im Teillastbereich (Bild 6) hoch bleibt. Das ist besonders für alle Lüfter- und Pumpenantriebe interessant, die oft mit wechselnden Fördermengen arbeiten und bei denen unter Umständen sogar noch Drosseln eingesetzt werden. Der Einsatz ist als Antriebssystem „Umrichter-Reluktanzmotor-Last“ vorgesehen. Transportbänder, Pumpen, Gebläse und Kompressoren mit langen Betriebszeiten sind optimale Lasten für solche Antriebe.
Der stetige Anstieg der Energiepreise ist wohl unausweichlich und Antriebe mit Hochwirkungsgradmotoren – besonders für hohe Jahresbetriebsstundenzahlen – werden sich schnell amortisieren. Synchronreluktanzmotoren haben einen hohen Wirkungsgrad im Bemessungspunkt und sehr gute Effizienzwerte im Teillastbereich. Somit eignen sie sich optimal für alle S1-Antriebe mit hohen Betriebsstundenzahlen, wie beispielsweise Transportbänder, Lüfter und Pumpen. Antriebe mit Synchronreluktanzmotoren erfüllen bereits die höchste Effizienzklasse IE4. Am Entwurf von IE5 wird gearbeitet.
* Prof. Dr.-Ing. Peter Friedrich Brosch arbeitet an der Hochschule Hannover, Fakultät I, in 30173 Hannover
Artikelfiles und Artikellinks
(ID:33591390)