Schleifen Synthetische Diamantnadeln bringen Schleifscheiben richtig in Form

Redakteur: Bernhard Kuttkat

Um beim Schleifen ein hochwertiges Ergebnis zu erhalten, ist das Abrichten von Schleifscheiben unerlässlich. Dabei sind die Abrichtwerkzeuge so vielfältig wie die Bearbeitungsaufgaben. Mit Ein- und Vielkorndiamanten oder Diamantfliesen mit synthetischen Diamantnadeln eignen sich stehende Abrichtwerkzeuge für jede Schleifanwendung.

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Vor dem Ersteinsatz muss in der Regel jede konventionelle Schleifscheibe mit einem geeigneten Werkzeug auf ihren Einsatz vorbereitet werden. Es gilt, etwaige Geometriefehler zu beseitigen, die gewünschte Form zu erreichen und die erforderliche Wirkrautiefe der Schleifscheibe herzustellen. Gleichbleibende Werkstückqualität im Schleifprozess kann dabei nur das regelmäßige Abrichten gewährleisten. Bei konventionellen Schleifscheiben werden dazu stehende Abrichtwerkzeuge eingesetzt; sie sind scharf und hochgenau.

Wenn es um das Profilieren von Schleifscheiben bei hohen Anforderungen geht, eignen sich Abrichtfliesen am besten. Sie bestehen aus Diamantkörnern, die mit Metallpulver gemischt und dann zusammen zu einer flachen Platte eingesintert werden. Die Diamantgröße, die Konzentration in der Metallmatrix und die Fliesengröße werden durch den abzurichtenden Scheibendurchmesser, die Kornart und die -größe sowie die Scheibenhärte bestimmt. Diamantfliesen von Winter zeichnen sich durch konstantes Einsatzverhalten während der gesamten Lebensdauer aus und sind zum vielseitigen Abrichten gerader wie auch profilierter Schleifscheiben geeignet.

Neue Diamantfliesen entwickelt

Speziell für die neuen Schleifscheibengenerationen, die aus Spezialkorunden SG, TG, TGX und anderen von Norton bestehen, wurden noch leistungsfähigere Fliesen mit einer erheblich höheren Standzeit entwickelt. Für höchste Anforderungen beim Profilieren sowie zum geraden Abrichten sind Winter-SN-Nadelfliesen prädestiniert, wird hervorgehoben.

Die Anordnung dieser synthetischen Diamantnadeln SN auf Abrichtfliesen erfolgt nach einem ganz bestimmten Muster, so dass über den gesamten Nutzbereich immer gleich viel Diamantfläche zum Einsatz gelangt. Dadurch lassen sich sehr konstante Abrichtergebnisse und höchste Wiederholgenauigkeit erreichen.

Viel Korn – wenig Verschleiß

Bei einfachen Profilen oder kleinen Innenschleifkörpern kommen Einkorndiamanten zur Anwendung. Im Einsatz verschleißen sie jedoch zunehmend, wodurch sich die Wirkbreite verändert und die Ergebnisse ungleichmäßig werden. Um dem entgegenzuwirken, bestehen moderne Einkornwerkzeuge aus einem Diamanten mit mehreren Spitzen, die durch Umsetzen nacheinander verwendet werden können.

Insbesondere für das universelle Abrichten von geraden Schleifscheiben sind Vielkornabrichter mit größeren Diamantkörnungen beziehungsweise mit kleineren Diamantkörnungen die wirtschaftlichste Lösung bei höchster Qualität. Ihre geringere Wirkbreitenveränderung im Vergleich zum Einkorndiamanten sichert eine bessere Konstanz im Abrichtergebnis und sorgt daher für eine höhere Genauigkeit beim Schleifen, so der Hersteller.

Außerdem ist die verarbeitete Karatmenge der Diamanten im Vergleich zum gleichen Karatgewicht in Einkornwerkzeugen wesentlich preisgünstiger. Vielkornabrichter sind in unterschiedlichen Körnungsgrößen, Diamantqualitäten und -konzentrationen sowie mit Diamantnadeln lieferbar. Damit sind diese Werkzeuge in vielfältiger Weise den besonderen Anforderungen einer Abricht- und Schleifaufgabe anzupassen.

Weitere Informationen: Saint-Gobain Abrasives Diamantwerkzeug GmbH, 22844 Norderstedt

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