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Automobilzulieferung

Tata Steel nimmt neue Adjustage-Linie in Betrieb

| Redakteur: Stéphane Itasse

Insgesamt 12 Mio. Euro hat Tata Steel in die neue Adjustage-Linie für feuerverzinkte Stähle investiert.
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Insgesamt 12 Mio. Euro hat Tata Steel in die neue Adjustage-Linie für feuerverzinkte Stähle investiert. (Bild: Tata Steel/VJPhoto)

Tata Steel hat eine neue Adjustage-Linie in seinem niederländischen Werk in Ijmuiden in Betrieb genommen, um die Versorgung der Automobilindustrie und anderer Märkte mit hochwertigen Stählen zu verbessern. Der nach eigenen Angaben zweitgrößte Stahlhersteller Europas investierte dazu 12 Mio. Euro in die Finishing-Line 32, die bis zu 400.000 t feuerverzinktes Stahlband im Jahr verarbeiten soll.

„Diese Investition versetzt uns in die Lage, unsere Kunden mit hochwertigem Qualitätsstahl zu versorgen und die Lieferzeiten zu verbessern“, sagte Henrik Adam, Chief Commercial Officer bei Tata Steel. Durch die neue Adjustage-Linie erfülle das Unternehmen hohe Qualitätsstandards für fortschrittliche Stähle, von denen einige bei Fahrzeugherstellern zum Beispiel für Außenhautteile und in sicherheitsrelevanten Bauteilen zur Anwendung kämen. Diese Stähle seien häufig fester und dünner und gäben der Automobilbranche die Möglichkeit, kraftstoffsparende und leichtere Fahrzeuge zu bauen.

Adjustage am Ende dreier Feuerverzinkungslinien eingerichtet

Die Adjustage befindet sich am Ende der drei Feuerverzinkungslinien von Tata Steel in Ijmuiden, wie es in einer Mitteilung des Unternehmens heißt. Durch sie könnten Verarbeitungsgeschwindigkeit und Lieferzuverlässigkeit für Kunden erhöht und gleichzeitig der Materialfluss verbessert werden. Die Finishing-Line 32 erlaube die Inspektion, das Quer- und Längsteilen, Laserschweißen, Spalten, zweiseitige Ölen, Markieren, Aufwickeln und Verschweißen des feuerverzinkten Stahlbands. Nach der Verarbeitung würden die Coils verpackt und auf Lkw oder Güterzüge zur direkten Belieferung der Kunden verladen. Die neue Adjustage-Linie folge auf die Inbetriebnahme der dritten Feuerverzinkungsanlage 2009.

„Die Kombination unseres Forschungs- und Entwicklungszentrums für die Automobilindustrie mit diesen neuen Fertigungsanlagen erlaubt uns sowohl die Entwicklung als auch die Produktion von fortschrittlichen Stählen wie Magizinc für Fahrzeughersteller und die Bauindustrie“, meinte Hans Fischer, Chief Technical Officer bei Tata Steel.

Neue Zinkbeschichtung für Stahl enthält auch Aluminium und Magnesium

Magizinc ist laut Unternehmen eine Zinkbeschichtung für Stahlprodukte, die Anteile von Aluminium und Magnesium beinhaltet. Sie schütze im Vergleich zu herkömmlichen Zinkbeschichtungen doppelt so gut gegen Korrosion und erlaube daher eine dünnere Beschichtungsdicke. Außerdem sei die Beschichtung härter. Dies vereinfache die Verarbeitung der Stahlprodukte für Fahrzeughersteller und könne so die Ausschussrate und Stillstandszeiten reduzieren.

Die Inbetriebnahme der Finishing-Line 32 habe außerdem Kapazitäten auf der Kaltwalzanlage von Tata Steel in Ijmuiden freigesetzt, die bisher für die Weiterverarbeitung von feuerverzinktem Stahl genutzt wurde. Damit kann der Stahlhersteller nach eigenen Angaben jetzt auch die Belieferung seiner Kunden mit kaltgewalztem Stahl steigern.

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