Dokumentation Technische Dokumentation bringt Ordnung in die Vielfalt

Redakteur: Claudia Otto

Sondermaschinenbau und Standardisierung – geht das überhaupt zusammen? Ja, das geht, wie das Beispiel eines mittelständischen Familienunternehmens aus Nordrhein-Westfalen zeigt. Ein wichtiger Baustein dabei ist eine geeignete Software zur Unterstützung der redaktionellen Dokumentation.

Anbieter zum Thema

Jede Maschine, die heute das Haus Kraft verlässt, wird mit einer anhand des neu implementierten Redaktionssystems erstellten Dokumentation ausgeliefert. (Bild: G. Kraft Maschinenbau)
Jede Maschine, die heute das Haus Kraft verlässt, wird mit einer anhand des neu implementierten Redaktionssystems erstellten Dokumentation ausgeliefert. (Bild: G. Kraft Maschinenbau)

Innovation und Individualität von der Planung bis zum fertigen Produkt sind für die G. Kraft Maschinenbau GmbH mit 450 Mitarbeitern an den drei Standorten in Rietberg, Aerzen und Rossau gelebtes Programm. Gefertigt werden vor allem Einzellösungen nach Kundenspezifikation mit Schwerpunkten in der Baustoffindustrie und der holzverarbeitenden Industrie.

EU-Maschinenrichtlinie macht Dokumentation notwendig

Innovation und Individualität sollten daher auch miteinander verbunden werden, als es um die Standardisierung der technischen Dokumentation ging. Zentrale Säule dieses Projekts ist das Redaktionssystem Docuglobe der GDS AG.

Sondermaschinenbau und Standardisierung – geht das überhaupt zusammen? Vor dieser Frage stand man bei Kraft vor etwa vier Jahren. Denn das Unternehmen sah sich der Herausforderung gegenüber, sein heterogenes Maschinenportfolio, das von Kleinaggregaten bis hin zu komplexen Großanlagen im Fußballfeld-Format reicht, in eine Struktur zu bringen, die sich auch elektronisch abbilden ließ.

Anlass war die Neufassung der europäischen Maschinenrichtlinie im Jahr 2006, die eine umfassende Dokumentation technischer Anlagen vorschreibt und im Dezember 2009 verbindlich wurde. Hinzu kam, dass die Ausgabe der Dokumentationen künftig nicht nur gedruckt, sondern auch digital realisiert werden sollte.

Den Verantwortlichen war klar, dass sie in dieser Sache mit einfacher Textverarbeitung wie bisher nicht weiterkommen würden. Ein Redaktionssystem mit einer Cross-Media-Ausgabemöglichkeit musste her.

Bauteile und Rüstwerkzeuge zur Dokumentation per Fragebogen erfasst

Doch bevor es so weit war, mussten zunächst die notwendigen Grundlagen geschaffen werden. Um die einzelnen Produktbaugruppen und Maschinenmodule zu beschreiben, wurden Fragebögen entwickelt, die von den einzelnen Abteilungen beantwortet wurden. Sie dienten dazu, die verwendeten Bauteile sowie alle erforderlichen Wartungs- und Rüstarbeiten zu erfassen. Ziel war es, möglichst viele wiederverwendbare Bausteine für die Erstellung richtlinienkonformer Bedienungsanleitungen zu erhalten.

(ID:28001990)