EMO Hannover 2011

Teilereinigung ist wichtiges Glied in der Wertschöpfungskette

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Als Beleg für die Leistungsfähigkeit führt sie folgendes Anwendungssbeispiel an: „Wir sind in der Lage, den Final-Wash-Prozess und die Final-Hochdruckentgratung in einer Taktzeit von 45 s mit nur einer Anlage, in der ein Roboter die Hochdruckentgratung des gesamten Zylinderkopfs vornimmt, zu realisieren.“ Marktüblich würden für diese Taktzeiten zwei bis drei Roboterzellen parallel betrieben. Für die Energiebilanz sei die Robotaktanlage daher sehr positiv, weil sie mit einer Hochdruckpumpe die Leistungsanforderungen erfülle.

Roboter übernimmt Handling bei der Teilereinigung

Zu den weiteren Innovationen von MTM zählt die Roboteranlage Flexcell. In dieser Anlage übernimmt ein Roboter das Teilehandling. Er bewegt die Waschteile, zum Beispiel Kanalplatten, Zylinderköpfe oder Kurbelgehäuse durch die Verfahrensapplikationen. Zwar addieren sich die Zeiten der einzelnen Prozesse, dafür punktet die Anlage bei der Anwendungsflexibilität.

Weitere Anlagenvorteile sieht Meßner in Nutzung üblicher, nicht wasserdicht ausgeführter Roboter. Diese werden außerhalb des Apllikationsbereichs installiert. Um extrem niedrige Restschmutzwerte sicher zu erreichen, hat MTM zudem das Verfahren Blow Motion entwickelt, das nach der Vakuum- oder Warmlufttrocknung die Karvernen und Hohlräume der Teile gezielt ausbläst.

Teilereinigung bietet noch Potenzial für mehr Energieeffizienz

Zur Steigerung der Energieeffizienz setzt MTM nicht nur auf die Installation von Frequenzumrichtern, die Verringerung der Wasserdampfkondensation und die Wärmerückgewinnung aus dem Abluftstrom, der Anlagenhersteller treibt auch die Kombination von Waschanlage und Kraftwärmekoppelung voran. Ziel ist es, dadurch 90% der benötigten Primärenergie abzudecken.

Die Teilereinigung benötigt sowohl elektrische Energie als auch Wärme. „HIerzu passt in idealer Weise die Kraftwärmekoppelung eines Blockheizkraftwerkes“, berichtet Meißner. „Die Patenterteilung für dieses Wirkprinzip ist bereits erfolgt. Ein Prototyp mit gutem Erfolg haben wir gebaut. Die Markteinführung dieser neuen Option werden wir Anfang des nächsten Jahres vornehmen.“

Steigende Anforderungen in der Automobilindustrie

Die Aduna Tec GmbH, Mainhardt, produziert kompakte industrielle Teilereinigungsanlagen. Sie ist Mitglied der Mack Group: einem Kompetenzverbund zum Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Unternehmen, insbesondere im Bereich Tauschaufbereitung – der Demontage und Spezialreinigung komplexer Agreggate wie Getriebe und Motoren.

Für Aduna-Tec-Geschäftsführerin Karina Mack resultierten wesentliche Marktrends aus den ständig wachsenden Anforderungen an die Bauteilsauberkeit: „Speziell im Bereich der Automobil- beziehungsweise Automobilzulieferindustrie steigen die Forderungen an den verbleibenden Restschmutz kontinuierlich. Um den Anforderungen gerecht zu werden, müssen der Reinigungs-, aber auch alle nachfolgenden Prozesse unter klar definierten Vorgaben ablaufen. Für den Reinigungsprozess gilt es, die Technologien bestmöglich auf die individuellen Ansprüche hinsichtlich Restschmutzanforderungen anzusetzen. Zudem muss die Badpflege optimal ausgelegt werden.“

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