EMO Hannover 2011

Teilereinigung ist wichtiges Glied in der Wertschöpfungskette

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Dabei spielt die Einbindung in vollautomatische Prozesse jedoch keine besondere Rolle. Die Anlagen sollten jedoch ohne zusätzliche Personalbindung betrieben werden können. Auch dabei, sagt Koblenzer, spielten die Betriebskosten eine große Rolle.

Beträchtliche Energieeinsparung durch kinematisches Reinigen

Rainer Schwarz, Geschäftsführer der Mafac GmbH, Alpirsbach, schätzt die unterschiedlichen Marktentwicklungen folgendermaßen ein: Als wichtigsten wirtschaftlichen Trend ortet er das Streben nach deutlichen Energieeinsparungen – über die Entwicklung nachhaltiger und energieeffizienter Systeme. Schwarz meint: „Das Thema Ressourcenschonung haben wir als energiebewusstes Unternehmen bereits seit vielen Jahren auf der Agenda. Unser Vorbild in diesem Kontext sind bionische Prozesse, die wir den Gestaltungs- und Funktionsmechanismen der Natur entnehmen können. Entsprechend setzen wir in allen Teilbereichen nur so viel Energie oder Material ein, wie gerade benötigt wird, um die gewünschte Funktion sicher zu stellen. Ein konkretes Beispiel hierfür ist unser Projekt kinematisches Reinigen: Durch gezielte Bewegung von Spritz- oder Korbsystem und die sich dadurch ergebenden Einfallswinkel erzielen wir beträchtliche Energieeinsparungen, sowohl beim Reinigen als auch beim Trocknen.“

Auf dieser Basis hat Mafac eine rotierende Heißluft-Strömungstechnik für die Teilereinigung entwickelt. Umgesetzt als Anlagenmodul verkürzt sie verkürzt die Prozesszeiten und verbessert die Energiebilanz.

Kunden wollen Reinigungsprozesse statt Teilereingungsanlagen

Einen weiteren Trend in der Teilereinigung sieht Schwarz in der Tatsache, dass Kunden nicht nur Maschinen und Anlagen ordern, sondern umfassende, stabile Reinigungsprozesse in Auftrag geben. Aus diesem Grund wird die Phase vor dem eigentlichen Kauf wesentlich beratungs- und zeitintensiver.

Bei der Feinjustierung der Prozesse zählt vor allem die ideale Abstimmung der Verfahrensparameter. Dazu wurde bei Mafac das systemorientierte M2P-Konzept (M2P = Mensch, Maschine, Prozess) konzipiert.

Im Rahmen intensiver Forschungstätigkeiten ist der Hersteller wässriger Reinigungssysteme auch Partner öffentlicher Forschungseinrichtungen, zum Beispiel der Universität Stuttgart. Nach der Marktgröße befragt, meint Schwarz: „Wir stellen fest, dass Märkte mit hohen Reinigungsanforderungen noch immer wachsen, wobei die Anzahl der Wettbewerber in diesem Segment überschaubar bleibt.“ Und weiter: „Es ist festzuhalten, dass auch die Wachstumsmärkte zunehmend anspruchsvolle Anforderungen stellen. So beziehen die Global Player der Automobilbranche wie Daimler, Porsche und Bosch ihre Teile von den Weltmärkten. Die Anforderungen werden somit immer globaler und folglich exportiert“.

Anbieter für Teilereinigung müssen mit den Kunden ins Ausland

Ein wesentlicher Markttrend ist aus Sicht von Mafac die rasante Internationalisierung. Dabei gilt es, mit den Kunden in die jeweiligen Länder aufzubrechen. Validiert beispielsweise ein Kunde einen Reinigungsprozess in Deutschland mit einer Anlage, so muss auch die gleiche Prozessstabilität für das Werk in China sichergestellt sein, wo der Kunde in Kürze mit der Produktion starten wird.

Abschließend meint Schwarz: „Wir erkennen eine zunehmend weltweite Vernetzung von Beschaffung und Produktion, die arbeitsteilig aufgebaut ist. Dabei nimmt die Wichtigkeit einer effizienten Verzahnung von Vertrieb, Anwendungstechnik und Servicesupport zu. Unser Ziel besteht darin, ein zuverlässiges, gut strukturiertes Netzwerk von Deutschland aus aufzubauen.“ Mehr zur Messe EMO Hannover 2011

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