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EMO Hannover 2011

Teilereinigung ist wichtiges Glied in der Wertschöpfungskette

| Redakteur: Josef-Martin Kraus

Mithilfe von Robotern lassen sich Werkstücke unterschiedlicher Größe und Geometrie greifen und optimal zu den Spritzdüsen für die Teilereinigung positionieren. (Bild: Dürr Ecoclean)
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Mithilfe von Robotern lassen sich Werkstücke unterschiedlicher Größe und Geometrie greifen und optimal zu den Spritzdüsen für die Teilereinigung positionieren. (Bild: Dürr Ecoclean)

Weil die Ansprüche an Prozess- und Qualitätssicherheit steigen, ist die Teilereinigung immer häufiger ein fester Bestandteil der Metallbearbeitung. Dieser Trend begann in der Automobilbranche. Heute setzt er sich in der allgemeinen Industrie fort. Das hat die industrielle Reinigungstechnik verändert.

Gerade der Teilereinigung kommt in der Metallbearbeitung eine steigende Bedeutung zu. Deshalb gehört eine schwerfällige Anlagentechnik mit hohem Energieverbrauch, die mit umweltschädlichen Chlorkohlenwasserstoffen als Lösungsmittel arbeitet, zu den Relikten des vergangenen Jahrhunderts. Heute sind diese Anlagen weitestgehend durch Präzisionsmaschinen ersetzt.

Die Reinigungstechnik, die Nebenprodukte und flüssige Bearbeitungshilfsstoffe (Kühlschmierstoffe oder Öl) der Zerspanung vom Bauteil entfernt, ist in der Automobilindustrie in schnell taktende Fertigungslinien integriert. In anderen Sparten der Metallbearbeitung wird sie in Insellösungen eingebunden.

Prozess- und Qualitätssicherheit gewinnt an Bedeutung

Bei den heutigen Hochleistungsmaschinen übernehmen Robotor das Teilehandling. Energieeffizienz ist bei Reinigungsanlagen ein weiteres Thema. Ein wichtiger Trend in der Teilereinigung ist die Steigerung der Prozess- und Qualitätssicherheit. Die Badanalytik und -aufbereitung spielt dabei eine immer wichtigere Rolle.

Bei der Optimierung stehen jedoch alle Prozesse zur Diskussion. Daher haben sich mehrere Fraunhofer-Institute zur Fraunhofer-Allianz Reinigungstechnik (FAR) zusammengeschlossen, um die komplette Prozesskette der Teilereinigung abzudecken, inklusive der vor- und nachgelagerten Prozesse.

Das schließe auch Sonderverfahren ein, wie das Reinigen mittels Laser, Plasma und flüssigem CO2, berichtet FAR-Sprecher Martin Bilz, der auch die Allianz-Geschäftsstelle in Berlin leitet. Allgemein beobachtet Bilz, dass sich die Industrie heute verstärkt der bisher unbeachteten Teilereinigung zuwendet. Man will die einzelnen Prozesse besser verstehen, um sie optimieren und somit prozesssicherer gestalten zu können. Hintergrund ist die Annahme, dass die Anforderungen an die Bauteilreinigung weiter steigen werden.

Zunehmende Anzahl an Anbieter für Dienstleistungen und Analytik

Dieser Entwicklung liegt auch ein wirtschaftliches Handeln zugrunde. Betrachtet man den Markt für industrielle Reinigungstechnik, gehört die Wirtschaftlichkeit zu den Hauptantreibern für Veränderungen. Genaue Angaben zu Marktbewegungen gibt es jedoch nicht. Einzig die Markt- und Trendanalyse der FAR liefere Angaben und ermögliche eine Marktabschätzung, bemerkt Bilz.

Größere Akteure im Bereich der Reinigungstechnik sind meist seit mehr als 20 Jahren am Markt etabliert. Dabei handelt es sich besonders um Hersteller von Reinigungsanlagen, -komponenten und -medien. In den vergangenen Jahren kamen jedoch viele kleinere Unternehmen dazu, vor allem in den Sparten Dienstleistung und Analytik.

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