Kühlschmierstoffe leiden in Covid-19-Zeiten

Thermische KSS-Entkeimung schont Mensch und Umwelt

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Die thermische Entkeimung als attraktive Alternative

Die Vermeidung von Bioziden würde deshalb die Gesundheitsrisiken für die Mitarbeiter reduzieren und tendenziell dazu beitragen, die Kranken-stände zu reduzieren – und diese können in manchen Ländern, in denen die Betroffenen sofort für mehrere Wochen krankgeschrieben werden, durchaus recht teuer werden.

Die bessere Alternative zur Entkeimung ist zwar wenig bekannt, die Idee aber alt und umso effektiver: nämlich die thermische Entkeimung, die im Krankenhaus- und im Nahrungsmittelsektor als Pasteurisierung bekannt ist. Dabei wird der KSS auf 65 °C aufgeheizt: Das wirkt, denn Proteine und damit auch Bakterien und Pilze werden bei 62 bis 63 °C abgetötet. Deshalb ist diese Methode zu fast 100 % effektiv.

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Die thermische Entkeimung funktioniert prächtig – hier der Beweis

In einer Versuchsreihe der ph-cleantec aus Fellbach wurde die thermische Entkeimung bereits bei 107 Anwendern mit 75 verschiedenen KSS untersucht. Bei 88 davon fanden sich Bakterien, bei 29 der 107 gab es außerdem auch Pilze im Kühlschmierstoff.

Dazu vorab eine kurze Anmerkung: Der Anteil an Pilzen und Bakterien vor der Entkeimung des jeweiligen KSS sagt nur aus, dass sich bei einem bestimmten Anwender zu einem bestimmten Zeitpunkt viele oder wenige Keime befanden; dies mag an der Temperatur, der Anwendung, oder am Alter des KSS liegen, sagt aber nichts über die Qualität des jeweiligen KSS aus, oder darüber, ob ein bestimmter KSS besonders anfällig für die Entwicklung von Keimen ist.

Die tabellarischen Grafiken 1 bis 3 listen die dabei gewonnenen Ergebnisse der thermischen Entkeimung für diverse KSS in der Praxis auf. Dabei handelt es sich um eine logarithmische Skala, 10^3 bedeutet also 10 × 10 × 10 = 1000. Gemessen wurden koloniebildende Einheiten pro Milliliter (KbE/ml).

Grafik 1 zum Beweis des thermischen Entkeimungseffekts gegen Bakterien. Blau ist vor der Entkeimung, grün danach.(Bild:  ph-cleantec)
Grafik 1 zum Beweis des thermischen Entkeimungseffekts gegen Bakterien. Blau ist vor der Entkeimung, grün danach.
(Bild: ph-cleantec)

Grafik 2 zum Beweis des thermischen Entkeimungseffekts gegen Bakterien.(Bild:  ph-cleantec)
Grafik 2 zum Beweis des thermischen Entkeimungseffekts gegen Bakterien.
(Bild: ph-cleantec)

In 90 % der Fälle – bei 79 von 88 Kunden - konnten die Bakterien auf null reduziert werden (Grafik 1 und 2). Lediglich in 9 Fällen verblieben überhaupt Bakterien, konnten aber zumindest um einen Faktor 10^2 – 10^4 reduziert werden. Selbst bei schwerem Befall von 10^6 oder 10^7 bakterielle Keime pro Milliliter fanden sich nach der thermischen Entkeimung in 23 von 26 Fällen keinerlei Bakterien mehr im KSS, und in den verbleibenden Fällen wurden die Bakterien um einen Faktor 1000 beziehungsweise 10.000 reduziert.

Noch erfolgreicher war die thermische Entkeimung bei Pilzen: Diese wurden in allen 29 Fällen auf null reduziert (Grafik 3).

Grafik 3 dient nun zum Beweis des thermischen Entkeimungseffekts gegen Pilzbefall.(Bild:  ph-cleantec)
Grafik 3 dient nun zum Beweis des thermischen Entkeimungseffekts gegen Pilzbefall.
(Bild: ph-cleantec)

Aus Sicht des Anwenders besonders relevant ist, dass die thermische Entkeimung in der Praxis und auf Dauer funktioniert. Unternehmen, die das System anwenden, konnten zum Teil völlig auf heikle Biozide verzichten, und die Lebensdauer des KSS hat sich deutlich verlängert, seit sie den KSS regelmäßig entkeimen. Das wird übrigens auch von KSS-Herstellern bestätigt. Nicht selten gelingt es damit, die Haltbarkeit um Monate zu verlängern.

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