Kühlschmierstoffe leiden in Covid-19-Zeiten

Thermische KSS-Entkeimung schont Mensch und Umwelt

< zurück

Seite: 4/4

Anbieter zum Thema

So entkeimt man KSS thermisch richtig – mit weiteren Vorteilen

Idealerweise sollte der entkeimte KSS in einen keimfreien Behälter umgefüllt werden, und die Werkzeugmaschine grundgereinigt und entkeimt werden, bevor der KSS wieder in die Maschine eingefüllt wird. Das ist aber – und zwar bei allen Methoden – nur selten praktikabel. Vielmehr wird der entkeimte KSS meist direkt wieder in das Bad eingeführt und dort mit dem nicht entkeimten KSS vermengt. Somit verbleiben regelmäßig Restbestände an nicht entkeimtem KSS im Tank der Werkzeugmaschine, insbesondere der Biofilm am Boden und an den Wänden der Werkzeugmaschine.

Hier ein weiteres, aus der Praxis gegriffenes Exempel: Das Problem bei einer einmaligen Entkeimung ist, dass Sie sehr wenig erreichen! Stellen Sie sich vor, Sie entkeimen von einem 500 l fassenden KSS-Behälter erst einmal 50 l, und füllen diese danach wieder in die Werkzeugmaschine ein. Dann haben Sie quasi dennoch wieder zu 100 % verkeimten KSS, wenn auch nur noch mit 90 % des Befalls von vor der Entkeimung. Nun nehmen Sie wieder 50 l, entkeimen diese, und führen sie wieder zu: Dann haben Sie immer noch 500 l KSS, die auch noch zu 100 % verkeimt sind, aber nur noch mit 90 % von 90 % des ursprünglichen Befalls. Wenn Sie das 10 Mal durchführen, kommen Sie auf 90% von 90% von … 90% = 0,9^10 = 65 % – das heißt, Sie haben immer erst 65 % der Keime „erwischt“, ein Drittel der Keime sind also trotz des Aufwands immer noch da!

Bildergalerie

Drei Mal hintereinander – mit Aufmischen!

Damit möglichst effektiv entkeimt wird, empfiehlt es sich, den KSS drei Mal direkt hintereinander zu entkeimen, und ihn nach Möglichkeit etwas aufzumischen, so dass möglichst viel von den keimbelasteten Restbeständen in den Ecken, Leitungen und am Boden aufgewirbelt und entkeimt wird. Allerdings wird man selbst dann den Biofilm an den Wänden und am Boden kaum erreichen, und dieser wird den entkeimten KSS wieder neu kontaminieren – das ist aber auch bei Bioziden und allen anderen Methoden nicht zu vermeiden.

In der Praxis wird es in der Regel und je nach konkreter Anwendung Wochen, wenn nicht Monate dauern, bis der KSS wieder so stark keimbelastet ist, dass eine neue Entkeimung notwendig wird. Aus diesem Grund sollte die thermische Entkeimung unbedingt regelmäßig, zum Beispiel einmal im Monat, wiederholt werden, und zwar sinnvoller Weise lange, bevor die Keimbelastung wieder ein kritisches Niveau erreicht (Grafik 4).

Grafik 4: Keimentwicklung im KSS im Vergleich ohne Entkeimung und mit thermischer Entkeimung in regelmäßigen Abständen.(Bild:  ph-cleantec)
Grafik 4: Keimentwicklung im KSS im Vergleich ohne Entkeimung und mit thermischer Entkeimung in regelmäßigen Abständen.
(Bild: ph-cleantec)

Das Fazit in puncto thermische Entkeimung:

Insgesamt ist eine erhebliche Verlängerung der Lebensdauer des KSS möglich – mit entsprechendem Einsparpotenzial im Hinblick auf die Beschaffung und Entsorgung des KSS, bei den Stillstandzeiten, sowie durch weniger gesundheitliche Beschwerden der Mitarbeiter und damit potenziell geringere Fehlzeiten.

Angesichts des geringen Arbeitsaufwands – an der Werkzeugmaschine werden ein Ansaug- und ein Rückführschlauch angebracht, man drückt auf den Start-Knopf und geht dann einen Kaffee trinken - bietet sich die thermische Entkeimung als ideale Lösung an, um Ihren KSS ohne große Vorkenntnisse und ohne gesundheitliche Risiken über die Corona-Krise zu retten. Und anschließend haben Sie eine Maschine, mit deren Hilfe Sie die Lebensdauer Ihres Kühlschmierstoffs auch im Normalbetrieb verlängern und so Ihre Kosten dauerhaft reduzieren können, ganz ohne Chemie und Biozide.

(ID:46497674)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung