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Das stößt besonders in der Automobilindustrie auf großes Interesse. Vor allem dort habe das Mucell-Verfahren „rasant an Bedeutung gewonnen“, sagt Michael Fischer, Verkaufsleiter Technologien beim österreichischen Maschinenhersteller Engel, Schwertberg, der nun auch mit Trexel eine Vereinbarung eingegangen ist und seitdem die Prozesskette für das physikalische Schäumen „aus einer Hand“ abdeckt.
Bei Engel führt man die Entwicklung bei Automobilteilen auf zwei Faktoren zurück: auf den sich verstärkenden Leichtbautrend und die Verzugsarmut. Beides schließt die Verarbeitung technischer Thermoplaste ein. „Im Gegensatz zum chemischen Thermoplast-Schaumspritzgießen eignet sich das physikalische Verfahren auch für Hochleistungskunststoffe, die in einem Temperaturbereich verarbeitet werden, der für chemische Treibmittelsysteme zu hoch ist“, berichtet der Spezialist für Anwendungstechnik bei Arburg, Schmid.
Einfache technische Umsetzung spricht für das chemische Schäumen
„Eigentlich steht der Substitution des Kompaktspritzgießens nichts mehr im Wege“, resümiert Trexel-Manager Traut. Die Ausnahme bildet natürlich die Herstellung transparenter Teile. Bei anderen Spritzgießanwendungen sieht man dagegen zunehmendes Substitutionspotenzial. Krauss-Maffei hat daher alle gängigen Verfahren des Thermoplast-Schaumspritzgießen unter dem Begriff Cellform zusammengefasst.
„In erster Linie handelt es sich dabei um das Mucell-Verfahren und das chemische Schäumen“, konkretisiert Handschke. Für das chemischen Schäumen spricht die leichte technische Umsetzung: „Im einfachsten Fall reicht eine Standard-Spritzgießmaschine mit Schneckenlageregelung aus“, erläutert der Krauss-Maffei-Manager. Sie muss „nur“ mit einer Maschinenverschlussdüse ausgerüstet werden.
Anders ist es beim Mucell-Verfahren. Dieses physikalische Verfahren zum Thermoplast-Schaumspritzgießen benötigt eine spezielle Plastifiziereinheit.
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