Partnerschaft Thyssenkrupp und Steag investieren in grünen Wasserstoff

Redakteur: Gary Huck

Grüner Wasserstoff könnte zu einer wichtigen Säule der Energiewirtschaft werden. Dazu muss er aber in rauen Mengen verfügbar sein. In Essen und Duisburg soll er bald in industriellem Maß hergestellt werden.

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Auf dem Steag-Gelände in Essen könnten in Zukunft bis zu 75.000 t grüner Wasserstoff jährlich hergestellt werden.
Auf dem Steag-Gelände in Essen könnten in Zukunft bis zu 75.000 t grüner Wasserstoff jährlich hergestellt werden.
(Bild: euroluftbild.de - Hans Blossey)

Das Essener Energieunternehmen Steag, Thyssenkrupp Steal Europe und der Elektrolyseanbieter Thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers wollen zusammen grünen Wasserstoff herstellen. Aktuell arbeiten sie an einer Machbarkeitsstudie. Ziel des Projekts ist es, am Steag-Standort in Duisburg-Walsum in großen Mengen Wasserstoff zu produzieren. Die Elektrolyseure dafür kommen von Krupp Uhde Chlorine Engineers. Genutzt werden soll der grüne Wasserstoff dann im Krupp Stahlwerk in Duisburg. Die drei Unternehmen beteiligen sich alle als Investoren und wollen zusätzlich auch noch öffentliche und private Geldgeber anwerben.

Thyssenkrupp Steel Europe möchte den grünen Wasserstoff vorerst in seinen bestehenden Hochöfen als Ersatz für Kohlenstoff einsetzen. Im weiteren Projektverlauf soll er in einer Direktreduktionsanlage zum Einsatz kommen. Der Stahlkonzern rechnet nach eigenen Angaben bereits in den kommenden Jahren mit einem Bedarf an 20.000 t Wasserstoff pro Jahr. Bis 2050 könnte diese Zahl auf 720.000 t jährlich ansteigen.

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Auf dem Firmengelände von Steag ließen sich Elektrolyseure mit einer Leistung von bis zu 500 MW realisieren. Das entspräche einer Wasserstoffproduktion von 75.000 t im Jahr. Laut Krupp reicht das für die erste geplante Direktreduktionsanlage. Das Duisburger Stahlwerk soll mit zwei Pipelines an das Essener Energieunternehmen angeschlossen werden. Beide Standorte liegen nur etwa 3 km auseinander. Die Projektentwicklung ist direkt im Anschluss an die Machbarkeitsstudie geplant.

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