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Lückenlose Dokumentation für besten Service
Während Infraserv Logistics bei der Vernetzung von Informationen ihrer Kunden noch am Anfang steht, erwarten diese wiederrum einen lücken- und reibungslosen Service. „Unsere Aufgabe ist auch dafür zu sorgen, dass die nötige Infrastruktur und Versorgung für den Produktionsbetrieb des Kunden immer gewährleistet ist, egal was er benötigt“, so Schmidt. „Die Erwartungshaltung des Kunden, dass wir flexibel sind und seine Anforderungen erfüllen, wird immer größer. Personelle Ressourcen sind flexibel zu planen, starre Lageröffnungszeiten werden schon seit längerem nicht mehr akzeptiert.“ Zeitgleich sinkt die Toleranz der Kunden für Verspätungen und Fehler. „Es ist nur noch die Bereitschaft da, für Leistungen zu bezahlen, die zu 100 Prozent erbracht wurden“, bestätigt Frerick. Die im Zuge der Optimierung gesammelten Daten nutzt Infraserv Logistics auch dazu, die eigenen Prozesse immer weiter zu verbessern und mögliche Schwachstellen in der Prozesskette aufzufinden. Dafür arbeitet das Unternehmen eng mit seinen Kunden zusammen, denen es bei Störungen weiteres Optimierungspotential anhand der ausgewerteten Daten aufzeigen kann, zum Beispiel wenn ein Spediteur öfter bei der Gefahrengut-Kontrolle auffiel. „Wir wollten eindeutig messbare Prozesse, weil wir mit den Kunden nicht darüber sprechen wollen, ob wir gefühlt gut sind, sondern darüber, dass wir es auch wirklich sind“, so Frerick. „Heute haben wir in der Hinsicht klare Ergebnisse vorliegen.“
Die Steigerung der Planungssicherheit im Zuge der Agilen Optimierung ist nicht nur für Infraserv Logistics, sondern besonders für deren Kunden von Bedeutung: In der Chemiebranche wird oftmals von Unternehmen B direkt weiterverarbeitet, was Unternehmen A produziert hat. Entsprechend wirkt sich eine Störung wie ein verstärkter Dominoeffekt auf die Supply Chain aus: Schlimmstenfalls stehen nicht nur ein, sondern drei oder vier Betriebe still. „In der Vergangenheit haben wir uns mit unseren Lieferanten zusammengesetzt und langfristig über Jahre im Voraus geplant“, so Schmidt. „Heute kennt der Kunde teilweise die Anforderungen noch gar nicht, die in wenigen Monaten auf ihn zukommen.“ Entsprechend wichtig findet Schmidt, dass die Kunden Vertrauen dafür aufbauen, dass Infraserv Logistics für jedwede Herausforderung oder jedes Problem eine Lösung finden kann.
Logistik Fachkräfte: Agil schulen und langfristig halten
Neben der Effizienz schätzen die Kunden die fachliche Kompetenz bei den hochspezialisierten Transporten von Gefahrgut sowie die kurze Reaktionsfähigkeit bei akutem Bedarf, beispielsweise für einen kurzfristigen Einsatz am Sonntag. „Diese Flexibilität bei Eilaufträgen müssen wir als Dienstleister mitbringen“, so Schmidt. „Zum Glück ist das mit unserer aktuellen Belegschaft in der Regel auch umsetzbar.“ Diese Agilität erforderte eingangs auch ein Umdenken bei den Mitarbeitern: „Wir mussten unsere Mitarbeiter davon überzeugen, dass sie ständig zu Veränderungen bereit sein sollten. Dafür müssen wir sie entsprechend aus- und weiterbilden“, fasst Schmidt die Herausforderungen bei Infraserv Logistics zusammen.
Die Einführung flexibler Arbeitszeiten stieß bei Mitarbeitern anfangs nur bedingt auf Begeisterung. Deren wirtschaftliche Notwendigkeit in einem zunehmend unplanbaren Geschäft wird jedoch zunehmend stärker akzeptiert. „Mitarbeiter, die beispielsweise den Stapler immer nur von A nach B bewegen, wird es zukünftig nicht mehr geben.“ Stattdessen werden die Mitarbeiter möglichst breit gefächert geschult und eingesetzt. In diesem Prozess entwickelt sich die Gewinnung und das langfristige „Halten“ eben jener breit ausgebildeten Mitarbeiter zu einem zunehmend relevanten Wettbewerbsvorteil. „Wir überlegen auch: Wie entwickeln sich Arbeitsplätze in der Zukunft? Wie kann ich Mitarbeiter unterstützen, damit sie ihren Job auch langfristig ausführen können?“, so Schmidt. Besonders bei schwerer körperlicher Arbeit gilt es, die Arbeitsplätze altersgerecht zu gestalten, um die Mitarbeiter lange einsetzen und von ihrem Know-how profitieren zu können.
Infraserv Logistics hat sich zum Ziel gesetzt, attraktive, zukunftsweisende Arbeitsplätze anzubieten und Mitarbeiter umfassend in den verschiedenen Unternehmensprozessen auszubilden und zu schulen. Andererseits sollen möglichst viele Prozesse standardisiert und agil optimiert werden, so dass die Komplexität der Vorgänge reduziert wird und auch ein weniger erfahrener Mitarbeiter diese schnell und gut beherrschen kann. Perspektivisch soll ein kleines, flexibles Team die Prozesse beherrschen und sich mit immer weniger Störungen und Sonderfällen beschäftigen müssen.
Quelle: Weiler/Savelsberg/Dorndorf: Agile Optimierung in Unternehmen: Das Unplanbare digital managen. 2018 Haufe-Lexware GmbH & Co. KG, Freiburg
Thomas Schmidt ist Vorsitzender der Geschäftsführung der Infraserv Logistics GmbH
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