Hydraulik

Trotz spezieller Komponentenauslegung kann sich die Wasserhydraulik lohnen

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Mechanische Eigenschaften der Ventile bleiben voll erhalten

Aufgrund dieser Anforderungen hat Atos für die Wasserhydraulik eine Ventilreihe (Serie X) aus rostfreiem Stahl entwickelt (Bild 1). Sie kombinieren die konventionellen Eigenschaften nicht oxidierender Ventile mit den Vorteilen der industriellen Standardelektrohydraulik. Das zeigt sich in der Leistungsfähigkeit, der Modularität, im Design und in der Montage. So haben mehrere Ermüdungstests (10 Mio. Zyklen) bei Betrieb der HFA-Flüssigkeit 97/3 gezeigt, dass die mechanischen Ventileigenschaften voll erhalten bleiben.

Anzeichen einer besonderen Beeinträchtigung der inneren Ventilteile wurden nicht festgestellt. Infolge der Modularität eignen sich viele Komponententeile für verschiedene Ventile, wodurch sich die Anzahl der insgesamt benötigten Ventileinzelteile reduzieren lässt. Das Standarddesign ist das gleiche wie bei den bewährten Elektrohydraulikkomponenten. Eine standardmäßige ISO-Montageoberfläche ermöglicht die Installation der Ventile auf allen Anschlussplatten. So entstehen kompakte Inselblöcke mit reduzierten Abmessungen.

Ventile in Mischbauweise für die Wasserhydraulik

Die Schalt- und Proportionalventile aus rostfreiem Stahl sind nicht nur für die Wasserhydraulik, sondern auch für Anwendungen in korrosiver und chemisch aggressiver Atmosphäre konzipiert. Das verlangt Kompromissbereitschaft, weil die Verwendung von 100% korrosionsfreiem Stahl aufgrund des niedrigen magnetischen Flusses der Magnetkonstruktion zu höheren Kosten oder zu einer niedrigeren Leistungsfähigkeit der Ventile führt.

Aus diesem Grund bietet sich für bestimmte Anwendungen die Mischbauweise an (Bild 2): Wo kein direkter Kontakt mit der wässrigen Flüssigkeit besteht, werden Ventilteile aus Standardstahl oder Gusseisen montiert (Serie XW). Das ermöglicht, die Anforderungen für wasserbasierte Flüssigkeiten bei wettbewerbsgerechten Preisen und erhöhter Ventilleistung zu erfüllen.

Komplette Antriebsachse für die Wasserhydraulik

Bei beiden Ausführungen, die es auch in Ex-Schutz-Version gibt [1], bestehen die verschleißbeanspruchten Ventilteile aus dem rostfreien Stahl AISI 440 C (1.4125), der nach der mechanischen Bearbeitung gehärtet wird. In Kombination mit ISO-Zylindern aus rostfreiem Stahl, Sensoren und der elektronischen Ansteuerung entsteht eine komplette, für Wasserhydraulik konzipierte Antriebsachse. Die runden Zylinderrohre sind dabei gemäß [2] komplett aus rostfreiem Stahl und verchromten Kolbenstangen gefertigt und mit speziellen PTFE- sowie sogenannten Superpolymerdichtungen ausgestattet, um eine Nullleckage sicherzustellen (Bild 3).

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