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An diesem zukunftsweisenden, auf der Messe präsentierten Projekt waren insgesamt sechs Unternehmen beteiligt. Außer Krauss-Maffei und Kaufmann zählen Jacob Composite, Audi, Lanxess und Bond-Laminates dazu. Zur Optimierung der Abläufe im Werkzeug haben GWK, Incoe Europe und Kistler ihr Know-how zur Temperierung, Heißkanaltechnik und Messtechnik einfließen lassen. Möglicherweise war es gerade die große Anzahl an Partnern, die es ermöglichte, dieses Projekt in nur sechs Monaten umzusetzen. Innerhalb von drei Monaten nach Erhalt der ersten Bauteildaten wurde von Kaufmann eine erste Werkzeugbemusterung vorgenommen.
Sensoren messen Druck und Temperatur
Das Werkzeug ist mit mehr als einem Dutzend Sensoren zur Messung von Druck und Temperatur bestückt. Sie dienen dazu, den Ablauf aller Prozessschritte zu überwachsen: das Umformen und Nachfließen des Organoblechs, das Einspritzen der Kunststoffschmelze sowie das vollständiges Ausformen des Strukturbauteils.
Ein weiteres Ziel dieser Komplettüberwachung ist es, die kompletten Vorgänge im Werkzeug für künftige Anwendungen besser zu verstehen. Nach Angaben des Schweizer Formenbauers werden auch weitere Werkzeuge für Organobleche mit – allerdings erheblich weniger – Sensoren ausgestattet sein. Gerade bei sicherheitsrelevanten Bauteilen seien sie zur Prozessüberwachung und Qualitätsdokumentation unabdingbar.
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