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Umweltschutz auf der K 2019

Umweltschonung durch breiteren Einsatz von Rezyklaten

| Redakteur: Peter Königsreuther

Circular Economy ist ein Fokus der kommenden K-Messe in Düsseldorf, dem sich auch der Spritzgießmaschinen-Hersteller Engel nicht verschließt.

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Das Symbol für Circular Economy. Diese wird auf der K 2019 in Düsseldorf ein Schwerpunktthema sein, dem sich viele Aussteller widmen werden. Auch die Engel-Gruppe will sich dem Umweltschutz nicht entziehen, und zeigt was sie dafür tun kann.
Das Symbol für Circular Economy. Diese wird auf der K 2019 in Düsseldorf ein Schwerpunktthema sein, dem sich viele Aussteller widmen werden. Auch die Engel-Gruppe will sich dem Umweltschutz nicht entziehen, und zeigt was sie dafür tun kann.
(Bild: Engel)

„Es ist mir ein persönliches Anliegen, dazu beizutragen, für die Kunststoffindustrie eine funktionierende Kreislaufwirtschaft aufzubauen“, betont Dr. Stefan Engleder, CEO der Engel-Gruppe. Die Kunststoffindustrie trage eine globale Verantwortung, der man nur gemeinsam gerecht werden könne. Engleder weiter: „Ich begrüße es deshalb, Circular Economy auf dem wichtigsten internationalen Branchenevent in den Fokus zu rücken zu können. Ich bin sicher, dass die K diesem Thema noch mehr Schub verleihen wird.“ Als einer der ersten Kunststoffmaschinenbauer schloss sich Engel der New-Plastics-Economy-Initiative der Ellen MacArthur-Foundation an. Einige Früchte der Initiative Engels gibt es auf der K 2019 zu erleben:

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Stabilere Prozesse erlauben breiteren Rezyklateinsatz

„Die Stabilität von Spritzgießprozessen spielt eine Hauptrolle dabei, dass Rezyklate auch für höherwertige Produkte eingesetzt werden können“, erklärt Günther Klammer, Bereichsleiter Plastifiziersysteme und Experte für Circular Economy bei Engel Austria. Denn Rezyklate unterliegen naturgemäß stärkeren Eigenschaftsschwankungen als Neuware. Um deren Einfluss auf den Prozess deutlich zu reduzieren, komm etwa bei der Verarbeitung von rezykliertem ABS am Messestand von Engel das intelligente Assistenzsystem „iQ weight control“ zum Einsatz. Die Software aus dem inject-4.0-Programm der Spezialisten sorge auch bei stark schwankender Rohmaterialqualität für ein konstantes Schmelzevolumen beim Einspritzen und garantiert so eine konstant hohe Produktqualität. „Die intelligente Assistenz erweitert die Grenzen für den Einsatz von Rezyklaten“, so Klammer. Deshalb sei Industrie 4.0 für die Kreislaufwirtschaft ein wichtiger Enabler.

Mehr Rezyklat geht auch noch im Sandwichteil

Ein weiterer Ansatz durch den Rezyklate breiter einsetzbar werden, sind Sandwichbauteile – und zwar mit einem Kern aus Rezyklat, der in Neuware eingebettet ist. Das Ziel ist es, zum einen immer mehr Produkte für diese Form der 2-Komponenten-Fertigung auszulegen und zum anderen den Rezyklatanteil in den Sandwichstrukturen zu erhöhen, betont Engel. Der mögliche Rezyklatanteil im Kern werde dabei wesentlich von der Formteilgeometrie und dem Füllbild der Kavität bestimmt. Die Transportboxen, die man beispielsweise auf seinem Messestand im Skinmelt-Verfahren fertigen wird, stellen in dieser Hinsicht eine besondere Herausforderung dar, heißt es weiter. Dennoch gelinge es trotz der Komplexität der Bauteilgeometrie einen relativ hohen Rezyklatanteil von über 50 % zu erreichen. Wichtig dabei sei die Sortenreinheit, sagt Klammer, und ergänzt: „So lassen sich die Sandwichprodukte am Ende ihrer Nutzungsdauer wieder leicht recyceln lassen“. Für die Herstellung der Transportboxen verarbeitet Engel ausschließlich Polypropylen (PP), wobei das Rezyklat aus Post-Consumer-Sammlungen stammt. Das Unternehmen arbeitet hierfür mit dem Grünen Punkt, dem Dualen System Deutschland (DSD), zusammen.

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