China wehrt sich Die US-Importbeschränkungen werden von Peking scharf angegriffen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

China ärgern die neuen Importbeschränkungen der USA, die sich gegen 43 chinesische Unternehmen richten, wie die dpa meldet

Hinter den Mauern des chinesischen Handelsministeriums in Peking ärgert man sich derzeit über Vorwürfe aus den USA: Zig einheimische Unternehmen sollen von Zwangsarbeit profitieren, weshalb diese nun auch den US-Importbeschränkungen unterliegen. Man will sich aber wehren ...(Bild:  Y. Cheng)
Hinter den Mauern des chinesischen Handelsministeriums in Peking ärgert man sich derzeit über Vorwürfe aus den USA: Zig einheimische Unternehmen sollen von Zwangsarbeit profitieren, weshalb diese nun auch den US-Importbeschränkungen unterliegen. Man will sich aber wehren ...
(Bild: Y. Cheng)

Die Vorwürfe gegen 43 chinesische Unternehmen, die von den neuen US-Importbeschränkungen betroffen sind, entbehrten jeder Grundlage, erbost sich das Handelsministerium in Peking. Das Vorgehen sei ein typischer Fall wirtschaftlicher Nötigung. China werde deshalb die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um seine Unternehmen zu schützen. Der Zankapfel: Das US-Heimatschutzministerium hatte die chinesischen Player jüngst auf eine Sperrliste gesetzt. Ihre Waren gelten von nun an grundsätzlich als mit Zwangsarbeit hergestellt und dürfen deshalb nicht in die USA eingeführt werden. Importeure könnten allerdings versuchen, das Gegenteil zu beweisen. Das chinesische Handelsministerium kritisierte auch den Zeitpunkt der US-Maßnahme. Denn erst einen Tag zuvor hatte Chinas Vize-Ministerpräsident He Lifeng in einem Videotelefonat mit US-Finanzminister Scott Bessent und dem US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer gesprochen.

Verdacht auf Zwangsarbeit in Xinjiang

Die Liste der gesperrten Unternehmen wurde im Juni 2022 auf Grundlage eines Ende 2021 verabschiedeten Gesetzes eingeführt, wie es weiter heißt. Sie wächst nun von 144 auf 187 Unternehmen. Es sei gleichzeitig die bisher größte Erweiterung derselben. Betroffen sind unter anderem Unternehmen aus der Elektronik-, Pharma- und Baumwollbranche, wie man weiter erfährt. Nach Darstellung der USA beziehen diese Material aus Xinjiang oder beteiligen sich dort an staatlichen Arbeitsprogrammen. Und Xinjiang ist eine autonome Region im Nordwesten Chinas, wo viele Uiguren leben – eine überwiegend muslimische Minderheit. Menschenrechtler und UN-Experten verdächtigen die chinesischen Behörden deshalb, Uiguren in Xinjiang systematisch zu unterdrücken und teilweise zur Arbeit zu zwingen. Peking weist die jedoch Vorwürfe zurück und gibt an, dass es dort keine Zwangsarbeit gibt.

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