Kostendruck Mercedes-Benz muss sparen – sonst werden Werke geschlossen

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Mercedes-Produktionsvorstand Michael Schiebe hat die Schließung von zwei deutschen Werken angekündigt, wenn man es nicht schafft, die Kosten in Deutschland in den Griff zu bekommen ...

Bei Mercedes-Benz schlugen die Wellen der Proteste unter der Belegschaft hoch, als in Sindelfingen verkündet wurde, dass zwei Werke geschlossen werden, wenn der Premiumautobauer die Kosten nicht auf ein erträgliches Niveau in Deutschland drücken kann ...(Bild:  Mercedes-Benz)
Bei Mercedes-Benz schlugen die Wellen der Proteste unter der Belegschaft hoch, als in Sindelfingen verkündet wurde, dass zwei Werke geschlossen werden, wenn der Premiumautobauer die Kosten nicht auf ein erträgliches Niveau in Deutschland drücken kann ...
(Bild: Mercedes-Benz)

Dass es zwei Werke kosten könnte, wenn Mercedes-Benz nicht sparsamer agieren wird, hat Michael Schiebe den Beschäftigten auf einer Betriebsversammlung in Sindelfingen mitteilen müssen. Zuvor hatten die Stuttgarter Zeitung und die Stuttgarter Nachrichten darüber berichtet. Es sei aber das klare Ziel des Mercedes-Managements, möglichst alle Deutschen Standorte zu erhalten. Dafür muss man sich aber auch auf für alle verträgliche Maßnahmen einigen, um die Kosten in Deutschland zu senken. Gelinge das nicht, fallen demnach ein deutsches Aufbauwerk sowie ein deutsches Powertrain-Werk den dann nötigen Sparmaßnahmen zum Opfer. Bei Ersteren handelt es sich um jene, in denen die Autos zusammengebaut werden. In Deutschland gibt sie in Sindelfingen, Rastatt und in Bremen. Und Powertrain-Werke stellen gewisse Komponenten für Autos her. Standorte heißen Stuttgart-Untertürkheim, Affalterbach bei Stuttgart, Berlin, Hamburg, Kamenz in Sachsen sowie Kölleda und Arnstadt in Thüringen.

Proteste gegen Mehrarbeit für gleiches Geld

Der Hintergrund: Am Vormittag hatten sich in Sindelfingen zuvor etwa 20.000 Beschäftigte am Aktionstag der IG Metall beteiligt und unter anderem gegen Jobabbau und weitere Einschnitte in ihrer Industrie protestiert. Zuletzt hatte Mercedes-Benz nicht zuletzt den eingeschlagenen Sparkurs verschärft und eine Produktivitätsoffensive für Deutschland angekündigt. Damit trat der Stuttgarter Autobauer aber auch sofort eine öffentliche Diskussion über Arbeitskosten los. Denn in einem Schreiben an die Beschäftigten in Deutschland schlug der Vorstand unter anderem vor, dass sie für das gleiche Geld dann mehr arbeiten müssen.

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