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Führungskräfte

Verbindliche Zusammenarbeit braucht konsequente Führung

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Einen wesentlichen Ausgangspunkt der Weiterbildungsinitiative bildete die Erkenntnis, dass die Mink-Führungskräfte der untersten Ebene meist zu wenig Führungskraft und zu viel Mitarbeiter waren. Trotz einer geringen Reklamationsquote und einer guten Verlässlichkeit für die Kunden drückten die resultierenden Probleme auf die Stimmung: Besprechungen liefen zäh, Abstimmungen unterlagen hohen Reibungsverlusten und die Bereitschaft zu Mehrarbeit hielt sich in Grenzen. Appelle zu mehr Eigenverantwortung und nach klassischen Werten und Tugenden wie Verlässlichkeit, Ordnung oder Pünktlichkeit versandeten oft ungehört. Zugleich stellte sich die Frage, wie weit sich die mittlere Führungsebene tatsächlich optimieren lässt, ohne das Gesamtsystem zu betrachten. Denn: Fordern und Fördern gehen Hand in Hand.

Bei Mink bedeutete dies, neben 17 Teamleitern auch die drei Werksleiter mit ins Boot zu holen. Denn erst mit einer guten Mischung aus vertraulichem Austausch auf einer Hierarchieebene und vertikalen Kontakten kann gute Führung gelingen. Flankierend begleitete der verantwortliche Qualitätsmanager die Maßnahme eng, beteiligte sich an allen Workshops und unterstützte die Teamleiter bei der Umsetzung im Arbeitsalltag. Auch die Geschäftsführung war in „Konsequent Führen“ involviert.

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Kontakt in die Produktion suchen

Der Firmeninhaber steht nach wie vor hinter dem Programm und versucht, die Sache immer ein Stück weiter zu treiben. Seine zentralen Statements bilden ebenso den Rahmen des Entwicklungsgeschehens wie strategische Impulse oder die Beauftragung konkreter Projekte. Bei Mink sucht die Geschäftsleitung regelmäßig den Kontakt in die Produktion und weiß, was im Tagesgeschäft los ist. Dazu gehört, Vorgaben gezielt zu hinterfragen und die vorgegebene Linie klar einzufordern.

Der Auftrag für die Zukunft ist klar: Jede Führungskraft muss den Überblick über ihr Team haben, Erfolge dezidiert loben und kritische Themen bewusst ansprechen. Gerade Führungskräfte aus den eigenen Reihen, die den Schritt vom Kollegen zum Vorgesetzten vollzogen haben, brauchen dabei erfahrungsgemäß Unterstützung – als Vorbilder stehen sie in der Regel unter besonderer Beobachtung ihrer Mannschaft. Schon heute werden Entscheidungen von den Teamleitern freier getroffen – und konsequenter nachgehalten.

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