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Führungskräfte

Verbindliche Zusammenarbeit braucht konsequente Führung

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Was vorher zum Teil aus dem Bauch heraus geschah, wurde in dem Programm als Führungsaufgabe bestätigt: Neben der Bestärkung jener, die schon früher im Sinne des neuen Führungsverständnisses agierten, bekamen alle Teilnehmer eine Anleitung, um den neuen Führungsstil in die Tat umzusetzen. Dabei verstehen die Teamleiter ihre Führungsaufgabe mehr denn je als unternehmerisches Handeln mit einer guten Prise Psychologie. Persönliches Highlight – insbesondere ambitionierter Teamleiter – war in der Weiterbildung übrigens eine Übung zum Auftreten in der Hierarchie: Die Selbstpräsentation als Führungskraft gegenüber Vorgesetzten oder sogar der Unternehmensleitung ist eine Sache, bei der es für alle noch einiges zu lernen gab.

Einige Monate nach der Qualifizierung zeigt sich bei Mink bereits die praktische Seite der neuen Umgangskultur: Die Teamleiter haben Kapazitäten besser denn je im Blick und planen Termine realistischer, weil sie sehen, wo es Engpässe bei Mitarbeiterplanung und Mehrarbeit gibt. Die Liefersituation hat sich deutlich verbessert. Statt Anweisungen blind auszuführen, erkennen die Werksleiter bei ihrer Führungsmannschaft neuerdings den Wunsch, sich selbst aktiv einzubringen und Aufgaben im Kollegenkreis gemeinschaftlich zu lösen.

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Gute Entwicklung kritisch im Auge behalten

Während früher bei Schwierigkeiten der Reflex „wir brauchen mehr Leute“ vorherrschte, entwickeln die Zuständigen heute Lösungen, die unternehmerisches Denken und Handeln erkennen lassen. Dennoch wollen erfahrene Werksleiter die gute Entwicklung kritisch im Auge behalten, denn als direkte Vorgesetzte der Teamleiter liegt es an ihnen, den neuen Stil nachzuhalten und voranzutreiben, damit die Veränderung wirklich tief wurzelt. Nur wer als Chef klare Regeln aufstellt, diese selbst einhält und deren Einhaltung kontrolliert, kann die Früchte seiner Mühen ernten. Was hilft, ist das Wissen um den Beitrag jedes Einzelnen im großen Räderwerk eines Unternehmens: Nur im perfekt abgestimmten Zusammenspiel können optimale Ergebnisse erzielt werden.

Zum Erfolg gehört ferner, konsequente Führung nicht als singulären Faktor zu betrachten, der einmal geschult seine Wirkung langfristig und ohne weitere Pflege entfalten kann. Die Performance eines Unternehmens wird durch den Mangel an Konsequenz in der Führung immer wieder aufs Neue gefährdet, ein Klima inkonsistenter Regeldurchsetzung ist weder in Produktion noch in Administration oder Vertrieb förderlich. Damit ist es auch Teil von konsequenter Führung, den kontinuierlichen Bedarf an Entwicklung zu erkennen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Bei Mink will man am Ball bleiben: Teamleiter-Events sollten diese Hierarchieebene weiter zusammen schweißen. Regelmäßige Produktionsmeetings dienen dazu, Führungskräfte verschiedener Ebenen zu aktuellen Themen rund um den Produktionsalltag ins Gespräch zu bringen. Denn letztlich ist bei Mink allen daran gelegen, die Verbindlichkeit in der Zusammenarbeit konsequent weiter zu erhöhen. MM

* Frank Müller ist Trainer im Bereich "Führung, Zusammenarbeit und Lernen" bei der Festo Didactic GmbH & Co. KG in 73770 Denkendorf, frml@de.festo.com

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