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Führungskräfte

Verbindliche Zusammenarbeit braucht konsequente Führung

| Autor/ Redakteur: Frank Müller / Claudia Otto

Ist die Stimmung eines Führungsteams im Keller oder tauchen Nachlässigkeiten im betrieblichen Alltag auf, wird es Zeit, am Thema Führung zu arbeiten. Das Fallbeispiel eines Spezialisten für Faser- und Bürstentechnik zeigt, wie wichtig es ist, dass Führungskräfte wirklich konsequent führen können und wollen.

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Neben Führungs-Know-how entwickelten die Teilnehmer im Laufe der Maßnahme interne Netzwerke, die sich positiv auf Produktivität, Zusammenarbeit und Arbeitsatmosphäre auswirken.
Neben Führungs-Know-how entwickelten die Teilnehmer im Laufe der Maßnahme interne Netzwerke, die sich positiv auf Produktivität, Zusammenarbeit und Arbeitsatmosphäre auswirken.
(Bild: Festo Didactic/F. Müller)

Wenn es früher zwischen den Führungsebenen in der Produktion der August Mink KG in Göppingen etwas zu kommunizieren gab, nahmen Informationen bisweilen verschlungene Wege: Über verschiedenste Stationen erreichten sie mehr oder minder zuverlässig ihren Adressaten - nicht selten blieben wesentliche Aspekte auf der Strecke. Unsaubere Kommunikation, zu viele Einzelfallbetrachtungen, zu wenig Durchsetzungsbereitschaft und Unklarheit darüber, was Führungskräften verschiedener Hierarchieebenen überhaupt erlaubt ist – in dieser Gemengelage entstand bei Mink der Wunsch, die interne Kommunikation zu verbessern und mehr Verbindlichkeit ins Tagesgeschäft einzuziehen.

Kompakt und in insgesamt nur sechs Beratertagen setzte Mink zusammen mit Festo Didactic Training und Consulting ein Programm auf, welches Werk- und Teamleiter sowie die Geschäftsleitung zum Thema Führung in Dialog brachte. Es ging darum, ein gemeinsames Bild von Führung zu erarbeiten, das die verschiedenen Perspektiven und Begrenzungen berücksichtigt. Konsequenz ist dabei der rote Faden, um in einer Organisation sichtbar zu machen, worauf es langfristig in der täglichen Arbeit ankommt. Konsequenz meint dabei weniger das strenge Durchgreifen bei Verstößen, als das Dranbleiben an Themen und Einhalten von Vereinbarungen beziehungsweise Standards – auch und vor allem seitens der Führungskräfte.

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Konsequenz auf allen Ebenen gefragt

Durch das verbindliche Vorleben wird für alle im Betrieb deutlich: „Der macht, was er sagt und nimmt die Sache und uns gleichermaßen ernst!“ Bei der Steuerung komplexer Organisationen geht es um Konsequenz in der Umsetzung wie auch um konsequente Delegation und Loslassen. Erst wenn Führungskräfte ihren Handlungsrahmen genau kennen, können sie diesen optimal ausfüllen. Sollen und Müssen gehen einher mit Können und Dürfen und werden so zur Selbstverständlichkeit.

Nach einem Startworkshop mit 25 Beteiligten bot das Qualifizierungsprogramm „Konsequent Führen“ in drei halbtägigen Modulen den Mink-Teamleitern einen Rahmen, um sich in kleinen Gruppen mit der eigenen Rolle als Führungskraft zu befassen. Auf der Agenda standen Themen wie Konflikte managen, Delegieren und Prioritätensetzung sowie Gesprächsführung in schwierigen Situationen.

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