Internet der Dinge

Vernetzte Welt zwingt zur Transformation

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Die meisten Produkte mit SCP-Fähigkeiten überwachen den Status

Nicht nur das Gesamtprogramm, auch die heute in den Produkten installierten SCP-Fähigkeiten entsprechen einem gewissen (3-stufigen) Reifegrad bei der SCP-Umsetzung (Bild 4). 70 % bauen Produkte, die einen aktuellen Status überwachen und melden können, weniger als die Hälfte kann Warnmeldungen und Steuerungsdaten an die vernetzten Produkte senden und weniger als ein Drittel der Unternehmen hat Produkte im Programm, die sich eigenständig mit anderen Produkten und Systemen austauschen und koordinieren können.

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Mit PTC-Software Smart Connected Products entwickeln

Das Internet der Dinge stellt auch den Entwicklungsprozess der Produkte, die jetzt mit IT-Elementen, Software und Kommunikation versehen zu Smart Connected Products (SCP) werden müssen, vor neue Herausforderungen. Um die Kunden dabei zu unterstützen, intelligente und vernetzte Produkte auf den Markt bringen zu können, hat PTC frühzeitig reagiert und die bekannten CAD- und PLM-Systemplattformen Creo und Windchill um spezielle Werkzeuge zur IoT-Entwicklung erweitert. Kernstück des IoT-Technologie-Portfolios ist heute die Thingworx-Plattform, die um die Möglichkeiten des Axeda-Werkzeugkastens erweitert wurde. Die IoT-Funktionalitäten von PTC umfassen Module zur Konnektivität, Geräte-Clouds, Geschäftslogik, Big Data, Analysen und Remote-Service-Anwendungen.

Diese erste umfangreiche IoT-Entwicklungsplattform soll den Fertigungsunternehmen erlauben, relativ unkompliziert und schnell sichere und zuverlässige Verbindungen zu ihren Produkten im Einsatz beim Kunden herzustellen. Durch die intuitive Bedienung und das Training des IT-Personals in nur etwa fünf Tagen könne die Entwicklung von Anwendungen innerhalb weniger Wochen erfolgen. Es sei kein komplexes und zeitaufwendiges Programmieren mehr nötig. Belegt wird diese Aussage durch die Thingworx-Installationen bei einem Hersteller von Elektroautos, der die erste grundlegende Basis der Software und Netzinfrastruktur mit den wichtigsten Funktionalitäten innerhalb von zwei Wochen erstellte. Als Ergebnis werden online mittels einer Car-to-Cloud-App Sensordaten der sich teilweise noch im Test befindenden Fahrzeuge, wie Batteriestatus, Reifen- oder Materialbeanspruchungen an die Entwicklungsabteilung, das Qualitäts- oder das Servicemanagement gesandt. Auch zurück an die Fahrzeugflotte lassen sich Daten übermitteln, um beispielsweise den Verbrauch durch den Nutzer zu optimieren oder ein Softwareupdate aufzuspielen.

Abschließend weist die Oxford-Studie auf die Notwendigkeit von Veränderungen und Anpassungsprozessen hin, wenn sich ein Unternehmen für SCP entschieden hat. Um die vollständige Wertschöpfung zu realisieren, müsse der gesamte Produktlebenszyklus überarbeitet werden. Ein Kundenerlebnis erfolge nicht mehr isoliert in einem einzelnen Produkt, sondern über das gesamte Ökosystem. Die Fertigungsunternehmen müssten sich auf ein neues Niveau der Zusammenarbeit und auf sich ändernde Kräfteverhältnisse zwischen den Mitgliedern der Wertschöpfungskette einstellen. Die Einsicht sei bei der großen Mehrheit der Vorstandsmitglieder angekommen, dass ein Umstieg auf SCPs erhebliche betriebliche Transformationen erfordere.

Early Adopter stehen vor größeren Transformationen

Die Early Adopter, die gerade die Version 1.0 ihres SCP entwickelt haben, ständen vor drei größeren Transformationen:

  • Anpassung der Organisation: Zu Beginn liege die SCP-Verantwortung der Fertigungsunternehmen überwiegend in der IT-Abteilung. Bei einem höheren Reifegrad gehe die Verantwortung stärker auf Abteilungen wie die technische Entwicklung oder ein IoT-Kompetenzzentrum über (Bild 5).
  • Die Bedeutung/Transformation der Daten: Der Wert der gesammelten Daten muss definiert und mit ausgefeilten Analysefunktionen, basierend auf moderner Technik und qualifizierten Experten, ausgewertet werden.
  • Transformation des Produktangebotes: Durch die kontinuierliche Interaktion mit dem Kunden werden sich völlig neue Möglichkeiten des Service- und Produktangebotes ergeben, wie beispielsweise Product as a Service.

Festzuhalten bleibt: Ohne die „Dinge“ kann es kein Internet der Dinge geben. Also sollten die deutschen Fertigungsunternehmen mit ihren hervorragenden „Dingen“ eine gute Ausgangsposition haben. Interessant ist, dass zwar die Problematik der Integration und der Schnittstellen von den befragten Vorständen gesehen wird, aber die Notwendigkeit einer Standardisierung nicht diskutiert wurde. Das lässt den Schluss zu, dass die Early Adopter nicht unnötig auf Standards warten wollen, sondern einfach das umsetzen, was heute bereits möglich ist und so schon erste wertvolle Erfahrungen mit Smart Connected Products sammeln. MM

* Eduard Rüsing ist freier Fachjournalist in Karlsruhe. Weitere Informationen: PTC in 85716 Unterschleißheim

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