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Die meisten Produkte mit SCP-Fähigkeiten überwachen den Status
Nicht nur das Gesamtprogramm, auch die heute in den Produkten installierten SCP-Fähigkeiten entsprechen einem gewissen (3-stufigen) Reifegrad bei der SCP-Umsetzung (Bild 4). 70 % bauen Produkte, die einen aktuellen Status überwachen und melden können, weniger als die Hälfte kann Warnmeldungen und Steuerungsdaten an die vernetzten Produkte senden und weniger als ein Drittel der Unternehmen hat Produkte im Programm, die sich eigenständig mit anderen Produkten und Systemen austauschen und koordinieren können.
Abschließend weist die Oxford-Studie auf die Notwendigkeit von Veränderungen und Anpassungsprozessen hin, wenn sich ein Unternehmen für SCP entschieden hat. Um die vollständige Wertschöpfung zu realisieren, müsse der gesamte Produktlebenszyklus überarbeitet werden. Ein Kundenerlebnis erfolge nicht mehr isoliert in einem einzelnen Produkt, sondern über das gesamte Ökosystem. Die Fertigungsunternehmen müssten sich auf ein neues Niveau der Zusammenarbeit und auf sich ändernde Kräfteverhältnisse zwischen den Mitgliedern der Wertschöpfungskette einstellen. Die Einsicht sei bei der großen Mehrheit der Vorstandsmitglieder angekommen, dass ein Umstieg auf SCPs erhebliche betriebliche Transformationen erfordere.
Early Adopter stehen vor größeren Transformationen
Die Early Adopter, die gerade die Version 1.0 ihres SCP entwickelt haben, ständen vor drei größeren Transformationen:
- Anpassung der Organisation: Zu Beginn liege die SCP-Verantwortung der Fertigungsunternehmen überwiegend in der IT-Abteilung. Bei einem höheren Reifegrad gehe die Verantwortung stärker auf Abteilungen wie die technische Entwicklung oder ein IoT-Kompetenzzentrum über (Bild 5).
- Die Bedeutung/Transformation der Daten: Der Wert der gesammelten Daten muss definiert und mit ausgefeilten Analysefunktionen, basierend auf moderner Technik und qualifizierten Experten, ausgewertet werden.
- Transformation des Produktangebotes: Durch die kontinuierliche Interaktion mit dem Kunden werden sich völlig neue Möglichkeiten des Service- und Produktangebotes ergeben, wie beispielsweise Product as a Service.
Festzuhalten bleibt: Ohne die „Dinge“ kann es kein Internet der Dinge geben. Also sollten die deutschen Fertigungsunternehmen mit ihren hervorragenden „Dingen“ eine gute Ausgangsposition haben. Interessant ist, dass zwar die Problematik der Integration und der Schnittstellen von den befragten Vorständen gesehen wird, aber die Notwendigkeit einer Standardisierung nicht diskutiert wurde. Das lässt den Schluss zu, dass die Early Adopter nicht unnötig auf Standards warten wollen, sondern einfach das umsetzen, was heute bereits möglich ist und so schon erste wertvolle Erfahrungen mit Smart Connected Products sammeln. MM
* Eduard Rüsing ist freier Fachjournalist in Karlsruhe. Weitere Informationen: PTC in 85716 Unterschleißheim
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