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Internet der Dinge Vernetzte Welt zwingt zur Transformation

| Autor/ Redakteur: Eduard Rüsing / Stefanie Michel

In einer Smart Connected World kommunizieren Smart Connected Products, also intelligente, vernetzte Produkte, über das Internet miteinander. Wie sich die Fertigungsindustrie darauf einstellt und wie weit sie bereits Strategien entwickelt, hat eine Studie untersucht.

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Bild 7: Dashboard einer mit der Thingworx-Plattform erstellten Smart-Farm-Anwendung: Auf dem Management-Cockpit werden die Informationen der Maschinenflotte grafisch aufbereitet und verdichtet dargestellt, wie zum Beispiel Wetterinformationen, Pflanz- und Erntedetails, Routenoptimierung oder Dieselvorrat der Maschinen im Einsatz.
Bild 7: Dashboard einer mit der Thingworx-Plattform erstellten Smart-Farm-Anwendung: Auf dem Management-Cockpit werden die Informationen der Maschinenflotte grafisch aufbereitet und verdichtet dargestellt, wie zum Beispiel Wetterinformationen, Pflanz- und Erntedetails, Routenoptimierung oder Dieselvorrat der Maschinen im Einsatz.
(Bild: PTC)

Das Leben lässt sich nicht aufhalten. Im Zuge einer fortschreitenden, smarteren Automatisierung des Lebens und speziell der Produktionshallen wird jetzt das Internet als Kommunikationswerkzeug mit einbezogen. Die Vision heißt Smart Connected World, in der jedes „Ding“ online gehen kann, also einen „Namen“ bekommt und über das Internet individuell angesprochen werden kann – das Internet der Dinge (IoT). Die Vision ist schnell formuliert, der Weg dahin allerdings eher ein evolutionär-arbeitsamer als ein disruptiver.

Das ist ein Ergebnis einer international angelegten Studie der Marktforscher von Oxford Economics, die in Zusammenarbeit mit PTC den Stand der Entwicklung und die Marktpräsenz der intelligenten, vernetzten Produkte (SCP – Smart Connected Products), die die Basis all dieser Visionen sind, in der Fertigungsindustrie untersucht hat. Als besondere Herausforderungen auf dem Weg in eine IoT-Welt wurden die Integration und der Datenschutz genannt.

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IoT verursacht Produktivitätswachstum in der Fertigungsindustrie

In der Oxford-Studie „Intelligente, vernetzte Produkte – Die nächste Transformation in der Fertigungsindustrie“ wird das McKinsey Global Institute zitiert, das in den nächsten zehn Jahren ein durch den Einsatz von IoT-Technologie verursachtes Produktivitätswachstum in der Fertigungsindustrie von 2,5 bis 5 % sieht. Das würde ein Umsatzwachstum und Kosteneinsparungen von 900 Mrd. US-Dollar pro Jahr bedeuten. Wie immer man solche Zahlen bewertet, klar ist: das Potenzial des Internet der Dinge ist enorm.

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Internet der Dinge
Mit PTC-Software Smart Connected Products entwickeln

Das Internet der Dinge stellt auch den Entwicklungsprozess der Produkte, die jetzt mit IT-Elementen, Software und Kommunikation versehen zu Smart Connected Products (SCP) werden müssen, vor neue Herausforderungen. Um die Kunden dabei zu unterstützen, intelligente und vernetzte Produkte auf den Markt bringen zu können, hat PTC frühzeitig reagiert und die bekannten CAD- und PLM-Systemplattformen Creo und Windchill um spezielle Werkzeuge zur IoT-Entwicklung erweitert. Kernstück des IoT-Technologie-Portfolios ist heute die Thingworx-Plattform, die um die Möglichkeiten des Axeda-Werkzeugkastens erweitert wurde. Die IoT-Funktionalitäten von PTC umfassen Module zur Konnektivität, Geräte-Clouds, Geschäftslogik, Big Data, Analysen und Remote-Service-Anwendungen.

Diese erste umfangreiche IoT-Entwicklungsplattform soll den Fertigungsunternehmen erlauben, relativ unkompliziert und schnell sichere und zuverlässige Verbindungen zu ihren Produkten im Einsatz beim Kunden herzustellen. Durch die intuitive Bedienung und das Training des IT-Personals in nur etwa fünf Tagen könne die Entwicklung von Anwendungen innerhalb weniger Wochen erfolgen. Es sei kein komplexes und zeitaufwendiges Programmieren mehr nötig. Belegt wird diese Aussage durch die Thingworx-Installationen bei einem Hersteller von Elektroautos, der die erste grundlegende Basis der Software und Netzinfrastruktur mit den wichtigsten Funktionalitäten innerhalb von zwei Wochen erstellte. Als Ergebnis werden online mittels einer Car-to-Cloud-App Sensordaten der sich teilweise noch im Test befindenden Fahrzeuge, wie Batteriestatus, Reifen- oder Materialbeanspruchungen an die Entwicklungsabteilung, das Qualitäts- oder das Servicemanagement gesandt. Auch zurück an die Fahrzeugflotte lassen sich Daten übermitteln, um beispielsweise den Verbrauch durch den Nutzer zu optimieren oder ein Softwareupdate aufzuspielen.

Das veranlasste PTC, in Zusammenarbeit mit Oxford Economics einen detaillierteren Blick auf die aktuelle Situation zu werfen. Wie gehen Unternehmen in der Fertigungsindustrie bereits heute mit den Chancen und Herausforderungen im Zusammenhang mit den Smart Connected Products um, die ja die „Dinge“ im Internet der Dinge sind? Welche Strategien werden verfolgt und liegen bereits erste Ergebnisse vor? Befragt wurden 300 Vorstände von internationalen Fertigungsunternehmen mit einem Umsatz ab 250 Mio USD, die sich auch in praxis mit Strategien für die Entwicklung solcher SCP befassen.

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