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CAD/CAM-Software Visi 2021 durch Funktionen für Reverse Engineering erweitert

Redakteur: Stefanie Michel

Mecadat präsentiert die neue Version Visi 2021. Zu den Neuheiten gehören Verbesserungen im Reverse Engineering, Optimierungen in den Modulen Mould und Progress sowie ein neuer Simulator für die NC-Simulation, der auf der Technik von NC-Simul basiert.

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Visi 2021 sorgt für eine bessere grafische Darstellung nach dem 3D-Scan beim Reverse Engineering.
Visi 2021 sorgt für eine bessere grafische Darstellung nach dem 3D-Scan beim Reverse Engineering.
(Bild: Mecadat)

Da Reverse Engineering im Werkzeug- und Formenbau immer wichtiger wird, enthält die neue Visi-Version erweiterte und verbesserte Optionen im Modul Reverse. Insbesondere die Funktionen für die Flächenrückführung und das Erstellen von Gussmodellen wurden erweitert. Die Scan-Funktionalität ist mit besseren graphischen Darstellungen, wie Schattierung, ausgestattet worden, um ein noch schnelleres Feedback beim Erfassen der Punktewolke zu gewährleisten.

Durch das sogenannte „Leapfrog-Management“ können Laser Tracker noch genauer Scannen, vor allem bei sehr großen und langen Bauteilen. Bei der Flächenrückführung soll zudem die Geschwindigkeit und die Präzision der Flächenerstellung gesteigert werden. Das dynamische Erzeugen von Kontrollschnitten im Meshmodell erleichtert hingegen die Flächenerstellung.

An komplexen Werkzeugen einfacher konstruieren

Der moderne Werkzeug- und Formenbau bestimmt mit sogenannten Farbtabellen die Qualität seiner Werkzeugkomponenten. Deshalb wurde im CAD-Basissystem die Anzahl der Farben, die in einer Farbpalette möglich sind, erhöht. Da für effizientes Konstruieren an komplexen, großen Werkzeugen mit großen oder mehreren Monitoren gearbeitet wird, können nun sämtliche Dialogmenüs auch außerhalb der Applikation und nebeneinander angebracht werden. So hat der Anwender einen simultanen Überblick über wichtige Informationen wie Layer, Stückliste oder Assembly-Ansicht.

Auch die Abfrage- und Messfunktionen werden in Visi 2021 erweitert. So gibt es nun eine verbesserte Winkelabfrage zwischen Wänden und eine neue dynamische Wandstärkenabfrage. Zusätzlich soll eine neue graphische Option das Analysieren von Formschrägen erleichtern. Diese Technik ergänzt die Funktionen zum Erkennen von Hinterschnitten und senkrechten Wänden. Dies geschieht „on the fly“ ohne eine Bauteilanalyse starten zu müssen. Auch beim Finden der optimalen Entformungsrichtung unterstützt diese Funktion den Werkzeugkonstrukteur.

Neuheiten in Mould und Progress beschleunigen die Konstruktion

In den Visi-Schlüsselmodulen Mould und Progress wurden ebenfalls Neuerungen eingeführt und Funktionen optimiert:

  • Der integrierte Werkzeugaufbau für Spritzgusswerkzeuge wurde überarbeitet und erweitert, die Performance verbessert. Das Laden von Werkzeugvorlagen, Platten oder Standardelementen dauert laut Hersteller nur noch Sekunden.
  • Die Funktion ‚Body to Mould‘ erlaubt nun nicht mehr nur das Bauteil aus Werkzeuglage in Fahrzeuglage (Einbaulage des Bauteils) zu bringen, sondern auch das gesamte Werkzeug. So können Artikel und Werkzeug in Bezug zur Einbaulage in der Baugruppe leichter vermessen werden.
  • Mit der neuen Werkzeugkavitäten-Funktion können an Platten die angebrachten Taschen für Einsätze und Kerne nun automatisch mit verschiedenen Freibohrungen versehen werden.

In Progress ist die mit den Vorgängerversionen eingeführte solidbasierende Abwicklungstechnik erweitert worden. Ausgebaut wurde vor allem die Handhabung und das Abwickeln von nicht linearen Bereichen eines Blechteils. So sind nun auch die auf FE-basierende Flanschabwicklung und das Editieren von Features in diese Lösung integriert.

Neuer kinematischer Simulator basiert auf NC-Simul

Optimiert worden sind auch sämtliche NC-Module. Das Highlight ist hier die Einführung eines neuen internen kinematischen Simulators, der auf der NC-Simul basiert. Damit bauen alle Produkte der Hexagon Manufacturing Intelligence Marke auf einem Simulator auf. Dieser zeichnet sich durch eine präzise sowie schnelle Simulation der Werkzeugmaschine sowie des Materialabtrages aus. Optional kann NC-Simul auch auf einen G-Code Simulator ausgebaut werden, um so das eigentliche NC-Programm, insbesondere im 4- und 5-achsigen Bereich, zu prüfen, bevor es an die reale Maschine geht.

Die Waveformtechnologie fürs Taschenfräsen wurde sowohl optimiert als auch durch die parallele Verwendung mehrerer CPU-Kerne beschleunigt. Im Modul für das Drahtschneiden können nun Maschinen und Einstellungen einfacher kopiert werden. Das vereinfacht das Verwenden unterschiedlicher Technologien pro Maschine, wenn mehrere Maschinen des gleichen Herstellers im Einsatz sind. Außerdem können die Einfädelpunkte bei zwei oder mehr Anfahrpunkten wesentlich einfacher gehandhabt werden.

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