Intec/Z 2017 Vollautomatisiertes Reinigungssystem als Ziel

Redakteur: Andrea Gillhuber

Die Reinigungsanforderungen in der Industrie sind vielfältig. Mit modularen industriellen Reinigungssystemen können Anwender flexibel auf Anforderungen reagieren.

Firmen zum Thema

Michael (links) und Andreas Schmetzer haben in nur einem Jahr ihre Sporer PCS GmbH auf einen guten Weg gebracht.
Michael (links) und Andreas Schmetzer haben in nur einem Jahr ihre Sporer PCS GmbH auf einen guten Weg gebracht.
(Bild: Brand-Aktuell)

Öl, Rost und andere hartnäckige Verschmutzungen haben bei Andreas und Michael Schmetzer keine Chance. Vater und Sohn entwickeln in ihrem Unternehmen Sporer PCS in Zaulsdorf industrielle Reinigungssysteme. Egal ob verschmutze und verölte Eisenbahnteile oder Farbeimer aus einer Druckerei, verrostete Schrauben, neu gefräste oder gedrehte Bauteile, die modularen Reinigungsanlagen säubern verschiedenste Objekte. Gearbeitet wird mit Druckluft, Wasser oder Ultraschall. Besonders hartnäckigen Verschmutzungen wird mit chemischen Mitteln auf die Pelle gerückt. Letztere sind auch der Grund dafür, warum alle Systeme mit geschlossenen Kreisläufen konstruiert werden: damit die Umwelt sauber bleibt.

Industrielle Reinigungssysteme in der Automobilzulieferindustrie

Anfang dieses Jahres lieferte das Unternehmen die zweite neu entwickelte Reinigungsanlage in Modulbauweise aus. Sie tut nun bei einem Automobilzulieferer ihren Dienst. Bereits im vergangenen Herbst lieferte der Betrieb eine maßgeschneiderte Anlage ebenfalls an einen Automobilzulieferer. „Wir sind natürlich sehr froh, dass die Nachfrage nach unseren neu entwickelten Anlagen in Modulbauweise groß ist. Das ist eine Bestätigung auf unserem Weg zum Anbieter hochwertiger, langlebiger und vor allem auf den Kunden zugeschnittener Reinigungssysteme“, erklärt Andreas Schmetzter. Er und sein Sohn Michael haben das Unternehmen vor gut einem Jahr übernommen. Sporer ist ein eingetragenes Warenzeichen für industrielle Reinigungsanlagen. Die beiden Ingenieure haben den Namen um den Zusatz PCS für Part Cleaning Solutions, also Lösungen für die computergesteuerte Reinigung von Teilen, erweitert.

Bildergalerie

Computergesteuerte industrielle Reinigung

Mit dem modularen Aufbau ihrer Anlagen verfolgt die Firma Sporer ein Ziel, nämlich den Kunden anforderungsspezifische Anlagen zur Verfügung zu stellen. Flexibilität lautet hier das Stichwort. Doch damit gibt sich das Unternehmen nicht zufrieden. „Wir möchten Systemlieferant sein, beginnend bei der Beratung und Finanzierung über die Entwicklung, Konstruktion und Produktion bis hin zu Ersatzteilversorgung, Wartung und Instandhaltung“, zeichnet Juniorchef Michael Schmetzer das Firmenprofil. Langfristig möchten die beiden vollautomatische Anlagen bauen, sprich: Reinigungssysteme, die selbstständig erkennen, welche Teile sie auf welche Art und Weise reinigen sollen, das notwendige Waschprogramm selbst auswählen, das Ergebnis kontrollieren und den entsprechenden Pass für die Weiterverarbeitung ausstellen.

Um dieses Ziel zu erreichen, benötigen die Schmetzers Fachkräfte. Deshalb haben sie in den vergangenen 12 Monaten das Unternehmen umstrukturiert, sieben neue Mitarbeiter und für das kommende Jahr einen Auszubildenden eingestellt. Mit den beiden Geschäftsführern zählt das Unternehmen nun 22 Mitarbeiter. Die Produktion liegt in der Hand des Seniorchefs, der Juniorchef kümmert sich um Vertrieb und Marketing. Auch sollen Partnerschaften ausgebaut werden, beispielsweise im Außendienst oder für die Programmierung der Reinigungssysteme. Aus diesem Grund arbeitet das Unternehmen im Innovationsverbund Maschinenbau Sachsen Vemas innovativ mit.

Waschkabinen und Mehrprozessanlagen aus Edelstahl

Die Produktpalette aus Edelstahl reicht von kompakten Waschtischen über Hochdruck-Waschkabinen, Front- und Toplader bis hin zu Mehrprozessanlagen und Durchlauf-Reinigungssystemen. Die kleinste Anlage misst 80 cm × 60 cm × 120 cm (H × B × L), die größte 2,5 m × 3 m × 7 m. Jede Anlage kann als eigene Maschine gestellt oder aber in einer Fertigungsstraße integriert werden. Preislich liegen die Reinigungssysteme zwischen 2000 und 250.000 Euro.

Nach der Intec wird das Unternehmen die nächste große Reinigungsanlage ausliefern, die dritte. MM

(ID:44510718)