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Sägetechnik auf der EMO Hannover 2019

Vom Lager bis zum smarten Sägesystem

| Redakteur: Peter Königsreuther

Die modular aufgebaute Kastowin F 10.6 verfügt optional über einen verfahrbaren Materialauflagetisch für besonders schwere Werkstücke. Aber es gibt auch Lager- und Industrie-4.0-Systeme zu entdecken. Halle 15 am Stand E54 auf der EMO Hannover 2019.
Die modular aufgebaute Kastowin F 10.6 verfügt optional über einen verfahrbaren Materialauflagetisch für besonders schwere Werkstücke. Aber es gibt auch Lager- und Industrie-4.0-Systeme zu entdecken. Halle 15 am Stand E54 auf der EMO Hannover 2019. (Bild: Kasto)

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Kasto unterstreicht, dass man zu EMO Hannover jede Menge sägetechnische Innovationen bietet. IN Halle 15 am Stand E54 gibt es natürlich Sägen, aber auch energieeffiziente Lagertechnik und Industrie 4.0 zu erleben.

Die Kastomiwin ist ein Hingucker der EMO Hannover, und ihres Zeichens eine Doppelgehrungs-Bandsäge für Abläng- und Gehrungsschnitte zwischen -45 und 60°. Sie ist insbesondere für Zuschnitte im Stahlbau, Stahlhandel, Anlagenbau sowie im Sondermaschinenbau konzipiert und als halb- sowie vollautomatische Ausführung erhältlich, sagt Kasto. Und Speziell für den Einsatz in Werkstätten habe Kasto die Schwenkrahmen-Bandsägen der Baureihe Kastomicut in zwei Größen im Portfolio. Anwender können bei dieser je nach Bedarf zwischen manuell bedienten, halb- und vollautomatischen Varianten sowie aus verschiedenen Schnittbereichen wählen.

Allrounder in der Sägetechnik

Ebenfalls auf der EMO Hannover präsent ist die universelle Bandsäge-Baureihe Kastowin. Die Domäne dieser Maschinen ist das Serien- und Produktionssägen von Vollmaterialien, Rohren und Profilen. Sie stellen flexible Sägesysteme für ein breites Spektrum an Anwendungsfällen dar, heißt es. Die verschiedenen Maschinengrößen seien alle nach derselben Bauweise konstruiert und die verwendeten Bauteile weitgehend identisch, weswegen Kasto die Sägen deutlich günstiger anbieten könne als die Marktbegleiter. Für besonders schwere Werkstücke ist die Kastowin außerdem mit einem verfahrbaren Materialauflagetisch erhältlich. Weitere Sonderausführungen man unter anderem zur Bearbeitung von Rohren oder additiv gefertigte Bauteile an, wobei Letztere mit der Anlage präzise und materialeffizient von ihrer Grundplatte gesägt werden können, wie Kasto erklärt.

Ein weiterer Allrounder für die Stahlbearbeitung ist die Produktionskreissäge Kastovariospeed, ein NC-gesteuerter Sägeautomat, der flexibel unterschiedliche und auch schwer zerspanbare Werkstoffe bearbeitet und sich dabei für den mannlosen Betrieb, insbesondere im Zusammenspiel mit einem Sägezentrum Kastocenter eignet, sagt Kasto. Seine robuste Bauart und der leistungsstarke, frequenzgeregelte Antrieb sorgten für kurze Schnittzeiten, besonders dünne Hartmetallsägeblätter für hohe Präzision und einen geringen Materialverlust. Und erstmals zu sehen ist die neue Kastovariospeed C18, die über einen größeren Schnittbereich von 180 mm verfügt.

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Sägen für schwer Zerspanbares

Umfassend überarbeitet hat Kasto den Bandsägeautomaten Kastotec. Der optimale Einsatz von Hartmetall-Sägebändern lag dabei klar im Fokus der Entwickler. Damit überzeugt die Säge wie bisher durch eine hohe Zerspanungsleistung und lange Bandstandzeiten – auch bei schwer zu zerspanenden Werkstoffen wie Titan, Hastelloy oder Inconel. Neu ist der stufenlos einstellbare elektromechanische Sägevorschub, der beste Voraussetzungen für ein effizientes, feinfühliges und werkzeugschonendes Arbeiten bildet. Die sensorikarme Sägevorschubsteuerung ermöglicht eine kontinuierliche Anpassung der Schnittparameter. Eine Doppel-Sägebandreinigung stellt die Bürsten über ihre gesamte Lebensdauer automatisch nach, so dass diese stets optimal zum Sägeband positioniert sind. All dies führt zu einer nochmals erhöhten Sägeleistung.

Smarte Hilfe vom Lager bis zur Säge

Ein weiteres Highlight auf dem Messestand ist laut Kasto die „Smart Solutions Corner“ in der die Entwicklungen rund um Digitalisierung und Industrie 4.0 die Hauptrolle spielen. Dazu zählt etwa das Warehouse Management System Kastologic, das nicht nur die durchgängige Verwaltung und Steuerung automatischer Lagersysteme ermöglicht, sondern auch ein mobiles Bestandsmanagement von manuellen Lagerbereichen, erklärt Kasto. Ebenfalls ausgestellt werden die Maschinenzustandsanzeige Kastoapp, die Sägeplanerstellung Kastooptisaw sowie die bereits im letzten Jahr bekannt gemachte, interaktive Fernwartelösung Kasto-Visualassistance. Anhand eines Videos könnten Besucher erleben, wie sich die Prozesse rund ums Lagern, Sägen und Materialhandling mit den Kasto-Ideen aus einer Hand ganzheitlich automatisieren und optimieren ließen.

Energieschonend lagern

Seine automatischen Lagersysteme kann Kasto jetzt auf Wunsch mit einer Energierückspeisung und einem integrierten Energiespeicher anbieten, heißt es. Überschüssige Bewegungsenergie, die etwa beim Abbremsen des Regalbediengerätes oder beim Senken des Hubwerks entsteht, lässt sich damit in Strom umwandeln, dieser kann zwischengespeichert und dann flexibel genutzt werden, heißt es dazu. Außer von reduzierten Stromkosten profitiere der Anwender auch von einer stabileren Netzqualität, weil die Entnahme aus dem Stromnetz kontinuierlicher stattfinde und Lastspitzen vermieden würden. Betreiber können oft sogar mit kleineren Trafostationen planen und arbeiten, was die Investitionskosten massiv verringert, wie Kasto anmerkt. Auch bestehende Kasto-Lagersysteme sollen sich nachträglich mit einer Energierückspeisung und -speicherung ausrüsten lassen. Man demonstriert das Energiekonzept auf der Messe anhand eines Turmlagersystems vom Typ Unitower.

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