Digitale Transformation Von der kleinen Idee zur smart Factory

Autor Simone Käfer

Ohne ein gewisses Maß an Industrie 4.0 geht es nicht mehr. Aber wo anfangen? Die Frage stellte sich auch Benteler Automotive – und fing mit Nachdenken an. Es folgten einfache Anwendungen und eine Infrastruktur.

Mit einer Digitalisierungs-Strategie fing Benteler vor sechs Jahren an. In kleinen Schritten brachte das Unternehmen Industrie 4.0 in seine Produktion.
Mit einer Digitalisierungs-Strategie fing Benteler vor sechs Jahren an. In kleinen Schritten brachte das Unternehmen Industrie 4.0 in seine Produktion.
(Bild: Benteler)
  • Benteler hat zuerst „Industrie 4.0“ für sich definiert. Und daraus den wichtigsten Schritt abgeleitet.
  • Das System sendet einen Alarm, der Mensch entscheidet, was zu tun ist.
  • Big Data muss kein Problem sein. Man muss es nur richtig anpacken.

Vor Kurzem haben sie in Spanien eine smarte Fabrik hingestellt. In alle Werke, weltweit, zieht schon seit Jahren Stück für Stück Industrie 4.0 ein und die meisten Produktionen sind zumindest in Teilen smart. Benteler ist ein großes Unternehmen mit 27.000 Mitarbeitern und besonders die Automotive-Branche ist der Modernität, Effizienz und Digitalisierung verpflichtet. Klar, dass die das mit Industrie 4.0 können. Aber wer denkt, bei Benteler hat man sich einfach Berater eingekauft, die das familiengeführte Unternehmen von 0 auf 100 in die digitale Welt hieven, liegt falsch. Man hat investiert; ja, das schon. Aber man hat in Zeit und in ein internes Team investiert.

Vor sechs Jahren fingen sie an. Benteler begann nicht damit, wie wild Netzwerke zu errichten, Schnittstellen zu erweitern und Komponenten auszutauschen. Ganz besonnen startete das Unternehmen damit, Industrie 4.0 für sich zu definieren. Das ist nicht einfach, da es ein komplexes Konstrukt ist, das aus verschiedenen Aspekten besteht. Bentelers Manager für Industrie 4.0, Daniel Köchling, fasst es folgendermaßen zusammen: „Industrie 4.0 ist die Fähigkeit, digitale Technologien wertschöpfend in einem Unternehmen einzusetzen.“ Wertschöpfung ist also das Ziel der Digitalisierung. Was ist nun der nächste Schritt? „Es liegt auf der Hand, dass man die Datenanalyse verbessern muss“, so Köchling. Bei Benteler hat man sich entschlossen, eine eigene Big-Data-Infrastruktur aufzubauen. Infrastruktur bedeutet, dass alle Maschinen in ein übergreifendes Netzwerk eingebunden sind. Damit sollen die Anlagendaten aufgezeichnet, visualisiert und für die Mitarbeiter bereitgestellt werden.