Kein Krawall Volkswagen-Kontrollgremium stimmt dem Sparpaket zu

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Der große Showdown im Aufsichtsrat von Volkswagen ist ausgeblieben, aber die Einschnitte im Konzern sind tief. Hier ein Überblick ...

Kaum Stress! Bei den Verhandlungen um das einschneidende Sparpaket bei VW hat es jetzt doch schon Einigungen in einigen wichtigen Punkten gegeben. VW-Chef Oliver Blume spricht von einem erfreulichen Signal. Lesen Sie hier, was sich am 3. September getan hat ...(Bild:  Volkswagen)
Kaum Stress! Bei den Verhandlungen um das einschneidende Sparpaket bei VW hat es jetzt doch schon Einigungen in einigen wichtigen Punkten gegeben. VW-Chef Oliver Blume spricht von einem erfreulichen Signal. Lesen Sie hier, was sich am 3. September getan hat ...
(Bild: Volkswagen)

Das Kontrollgremium von Europas größtem Autobauer Volkswagen hat sich überraschend schon jetzt auf weite Teile des Zukunftsplans 2030 des Vorstands um Konzernchef Oliver Blume verständigt, wie die dpa meldet. Die Aufseher stimmten dem Paket einstimmig zu, wie das Unternehmen mitteilte. Noch wenige Stunden zuvor war völlig offen, ob die VW-Aufseher überhaupt eine gemeinsame Linie finden werden. Denn die Arbeitnehmervertreter und das Land Niedersachsen hatten Widerstand angekündigt. Medienberichten zufolge soll sich das Management sogar darauf vorbereitet haben, bei einer Ablehnung des Pakets eine außerordentliche Hauptversammlung einzuberufen. Dann hätten die Aktionäre über die Sparpläne abstimmen müssen, wie es heißt. Doch alles blieb relativ ruhig ...

Die 50.000 Stellen bei VW werden gestrichen

Nun wurde auch eine weitreichende Einigung erzielt. „Das ist ein starkes Signal für die Zukunft“, kommentierte der VW-Chef Oliver Blume daraufhin. Der Manager hat nun ein Mandat für das strategisch tiefgreifendste Transformationsprogramm in der Geschichte des Volkswagen-Konzerns. Alle Punkte habe der Manager aber noch nicht durchbekommen. Folgendes ist aber schon abgesegnet: Weltweit werden bis 2030 rund 50.000 Stellen gestrichen, was sich auch auf Managerposten beziehen wird. 35.000 Stellen wird es bei der Kernmarke treffen. Der Rest entfällt auf die VW-Töchter Audi und Porsche. Welche Marken, Länder und Standorte besonders betroffen sein werden, wurde nicht gesagt. Aber Blume hatte bei den Betriebsversammlungen der letzten Wochen geäußert, dass er die Hälfte des Anpassungsbedarfs in Deutschland sieht, was damals aber noch als „Rechengröße“ deklariert wurde. Nun ist die Zahl wohl harter Fakt.

So sieht es mit den VW-Werken aus

Heikel bleibe die Lage für die vier deutschen VW-Standorte. Der Aufsichtsrat habe mit seinem Beschluss aber zur Kenntnis genommen, dass in Europa eine Produktionsüberkapazität von 500.000 Fahrzeugen bestehen bleibt. Für die VW-Werke Emden, Zwickau, Hannover und das Audi-Werk in Neckarsulm kann aber aktuell keine wettbewerbsfähige Folgebelegung – gestaffelt ab den Jahren 2031 bis 2034 – gewährleistet werden. Für die europäischen Werke soll deshalb bis Ende Juni 2027 ein Konzept für eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Produktionsstruktur vorliegen. Für die vier auf der Kippe stehenden Werke will man parallel und ergänzend alternative Verwendungsmöglichkeiten geprüft werden. Konkrete Schließungen sind damit zwar nicht beschlossen, doch die vier haben nun offiziell ein vorläufiges Enddatum. Blume bezeichnete Schließungen zuletzt immer wieder als eine letzte Option, die er vermeiden wolle. Ziel sei, belastbare Perspektiven für die Standorte zu schaffen. Im Gespräch ist weiter unter anderem, einige Werke zeitweise für die Rüstungsproduktion zu nutzen und auch der Bau chinesischer VW-Modelle in Deutschland.

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