Anbieter zum Thema
Aufgrund der fehlenden eigenen Kompetenzen zur Planung einer wandlungsfähigen Montage entschied sich das Unternehmen, das Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen mit dieser Aufgabe zu betrauen. Ein aus Mitarbeitern der AS Antriebstechnik und dem WZL bestehendes Projektteam erarbeitete das wandlungsfähige Werkstrukturkonzept in den drei Phasen Aufnahme der Ausgangssituation, Konzeption der Montageprozesse und Ausgestaltung der Produktionsbereiche.
In der ersten Phase des Projektes wurden Workshops mit den Mitarbeitern des Unternehmens durchgeführt. Das Kernteam bestand dabei aus drei bis vier Mitarbeitern des Unternehmens, die über die gesamte Laufzeit des Projektes die Planung aktiv begleiteten. Neben der Strategie des Unternehmens wurde das derzeitige und zukünftige Absatzprogramm für die verschiedenen Produktgruppen analysiert. Auffallend waren die erwarteten Schwankungen innerhalb der einzelnen Produktgruppen.
Zwischen den Best-Case- und Worst-Case-Stückzahlerwartungen lag abhängig von der Produktfamilie eine Schwankungsbreite von über 2500 Stück im Jahr. Die starke Volatilität lag darin begründet, dass zum einen viele der Produkte recht neu auf den Märkten waren und zum anderen die Geschäftsführung sich intensiv über Worst Case-Szenarien Gedanken machte, die im Jahr 2009 auch ihre Berechtigung fanden.
Großgetriebe als weitere Produktgruppe berücksichtigen
Für die Planung bedeutete die starke Schwankungsbreite, dass die Montage, in der ein großer Prozentsatz der Wertschöpfung stattfindet, auf diese erwarteten Absatzschwankungen effizient reagieren können muss. Bei der Planung der Werkstruktur wurden aber nicht nur die Absatzschwankungen als Planungsprämisse bedacht, sondern weiterhin sollte die Möglichkeit berücksichtigt werden, zukünftig Großgetriebe als weitere Produktgruppe in den Hallen instand setzen zu können.
Als Ausgangsbasis für die weitere Planung einer wandlungsfähigen Montage wurden in weiteren Workshops die derzeitigen Prozesse samt verwendeten Betriebsmitteln aufgenommen sowie ein Stärken-Schwächen-Profil der derzeitigen Montagestrukturen erstellt (Bild 2).
(ID:305770)