Motorspindeln

Wellenkühlung von Spindeln reduziert axiale Verlagerungen

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Kühl- und Schmiermittel über Dreheinführung in Spindel einbringen

Das Areal der aktiven Statorkühlung wurde auf Basis der Opticool-Spindel über den eigentlichen Statorbereich hinaus in die Spindelnase erweitert. Die Spindel erhielt zudem eine Hülse aus faserverstärktem Kunststoff, um den Wärmeübertrag auf maschinenseitige Umgebungsbauteile auf ein Minimum zu reduzieren.

Weitere Besonderheiten der Plattformspindel HPC190 sind eine als Variante erhältliche Wellenklemmung sowie ein Konzept zur Zufuhr von Kühl- und Schmierstoffen in das Werkzeug. Mit der optional erhältlichen Dreheinführung lassen sich Kühlschmiermittel, Minimalmengenschmierung oder trockene Luft zur Kühlung von Werkzeug und Werkstück bis zur Maximaldrehzahl der Spindel einbringen. Gleichzeitig sind mit der Plattformspindel alle heute wichtigen Sensoren erhältich.

Mit dem Spindel Diagnostic Module digitale Spindel online überwachen

In den letzten zehn Jahren wurden viele SDM (Spindel Diagnostic Module) auf Kundenwunsch in Step-Tec-Motorspindeln verbaut. Dieser Datenrekorder (black box) diente vorwiegend der Prozessoptimierung sowie der Diagnose und Betriebsdatenerfassung über die gesamte Lebensdauer einer Spindel. Gesammelte Betriebsdaten, neu unter dem Begriff „intelli Step“ bekannt, liefern der Maschinensteuerung die Parameter wie Temperaturen, Drehzahl, Werkzeugüberwachung oder Anzahl der Werkzeugwechsel.

Darüber hinaus eröffnet die zweite Generation des SDM (SDM20) den Weg hin zur transparenten, digitalen Spindel. Mit dem neuen SDM ist es möglich, über Profibus zu kommunizieren und die Spindel vollständig zur Onlineüberwachung und Prozessoptimierung zu integrieren. Natürlich werden wie bisher alle Betriebsdaten des gesamten Lebenszyklus einer Spindel erfasst und gespeichert. Darüber hinaus speichert das System fortlaufend alle Informationen der jüngsten Betriebsstunde zur Ausgabe.

3D-Beschleunigungssensor soll gezieltere Prozessoptimierung ermöglichen

Ein neu entwickelter, auf MEMS-Technologie basierender 3D-Beschleunigungssensor (Vibrationen 3D) registriert Beschleunigungswerte (bis +/-50 mm/s²) aller drei Achsrichtungen (X, Y, Z) und soll so eine noch gezieltere Prozessoptimierung ermöglichen. Bei Fehlfunktionen oder einer Kollision können sämtliche Ereignisse, die zur Störung geführt haben, reproduziert und analysiert werden.

Mit der Software SDS (Spindel Diagnostik Software) stellt der Spindelhersteller ein Hilfsmittel für die Diagnose zur Verfügung, das die gespeicherten Daten für den Kundendienst des Maschinenherstellers und somit auch für den Betreiber der Maschine transparent macht. Lediglich ein Datenkabel zur Motorspindel sowie ein Laptop mit installierter Diagnostiksoftware sind erforderlich, um alle gespeicherten Betriebsdaten zu visualisieren und zu dokumentieren.

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