Führung Wenn zu viel Einigkeit gefährlich wird

Autor: Sebastian Hofmann

Bei vielen unternehmerischen Fehlentscheidungen spielt das psychologische Phänomen „Gruppendenken“ eine wichtige Rolle. Warum es so bedrohlich ist und was Sie dagegen tun können.

Im schlimmsten Fall kostet Gruppendenken nicht nur Geld, sondern auch Leben, beispielsweise beim Challenger-Unglück 1986.
Im schlimmsten Fall kostet Gruppendenken nicht nur Geld, sondern auch Leben, beispielsweise beim Challenger-Unglück 1986.
(Bild: ©alonesdj - stock.adobe.com)

Es ist der Morgen des 28. Januar 1986. Trotz frostiger Temperaturen haben sich Hunderte Schaulustige auf dem Raketenstartgelände der US Air Force in Cape Canaveral versammelt. Sie alle fiebern einem historischen Moment entgegen: In wenigen Momenten soll die Raumfähre „Challenger“ ihre Triebwerke starten und sieben Astronauten in den Weltraum befördern – unter ihnen die erste Zivilistin aller Zeiten.

Als das Space Shuttle in den Himmel aufsteigt, jubelt die Menge. Schulkinder schwenken kleine Flaggen und auch die Erwachsenen hält es nicht mehr auf den Stühlen. Was keiner von ihnen ahnt: Der Challenger-Start wird als das größte Unglück der bemannten Raumfahrt in die Geschichte eingehen. Und als Mahnmal für ein psychologisches Phänomen, das bis heute für katastrophale Fehlentscheidungen in Wissenschaft und Wirtschaft verantwortlich ist: Gruppendenken (Englisch: „Group Think“).

Über den Autor

 Sebastian Hofmann

Sebastian Hofmann

Journalist, Vogel Communications Group